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Man kommt heutzutage kaum noch um sie herum: Podcasts werden von Jahr zu Jahr beliebter. Kaum jemand hat noch nie in seinem Leben einen Podcast gehört, und hat man einmal damit angefangen, kann man häufig nicht mehr aufhören. Und während die Nachfrage steigt, steigt auch das Angebot konstant. Doch warum werden Podcasts immer beliebter?

 

Was ist ein Podcast?

Das Wort “Podcast” leitet sich aus der Zusammensetzung der Wörter “Broadcast” (deutsch: Rundfunk) und “iPod” ab. Apple implementierte Podcasts 2005 als erster Dienstleister in das Musikprogramm iTunes und legte damit die Grundlage für den Erfolg der heutigen Podcasts. Podcasts selbst entstehen aus Audioinhalten, die auf verschiedenen Plattformen hochgeladen und veröffentlicht werden und dann von den Usern jederzeit abgespielt werden können. Vielleicht erinnern Sie sich spontan an Comedyinhalte, die Ihr Radiosender regelmäßig abspielt. Viele dieser Inhalte werden immer wenn eine neue Folge veröffentlicht wird auf ein Podcast-Portal wie Spotify oder Apple Podcast hochgeladen. Alle diese Folgen zusammen bilden einen Podcast.

 

Wer hört Podcasts?

Zugegeben sind aktuelle Statistiken bezüglich Podcasthörerzahlen heutzutage rar. Doch auch wenn wir auf vergangene Studien schauen, können wir einen Trend bemerken: Während im Jahr 2016 erst 14 Prozent der Bundesbürger Podcasts hörten, stieg die Zahl 2018 auf 22 Prozent. Mittlerweile dürfte sie noch deutlich höher liegen. Auch weitere Statistiken von 2018 sind in diesem Zusammenhang interessant. So sind Podcasts nicht nur bei den Jüngeren zwischen 14 und 29 Jahren beliebt (30 Prozent), sondern auch bei den 30 bis 49-Jährigen (30 Prozent). Knapp ein Viertel der 50 bis 64-jährigen hört Podcasts, in der Generation 65+ sind es nur noch 4 Prozent.

 

Wie werden Podcasts finanziert?

Einfach gesagt: durch Werbung. Wie bei Fernsehsendungen können am Anfang oder mitten in der Folge Einspielungen von Werbepartnern abgespielt werden. Auch können Podcasts durch Sponsoring finanziert werden. Mit welchen Preisen man rechnen kann, hängt grundsätzlich von der Anzahl der Downloads ab. Je mehr Hörer die Podcastfolge anhören, desto höher ist der CPM (Preis pro 1.000 Hörer). In den USA gibt es standardisierte Beträge: bei einer Folge, die zwischen 100.000 und 999.999 Downloads hat, bekommt der Host pro 1.000 Downloads für einen 30-Sekunden Werbespot 30$. Der Host würde in diesem Fall zwischen 3.000 und knapp 30.000$ mit einer einzigen Podcastfolge verdienen. Doch nur wenige Podcasts haben so viele Hörer, Umsätze in dieser Höhe sind also sehr selten.

 

Warum sind Podcasts so beliebt?

Kommen wir nun also zur Eingangsfrage. Der Hauptgrund für die große Beliebtheit der Podcasts ist, dass sie nicht unsere volle Aufmerksamkeit erfordern. Während Videos nur funktionieren, wenn wir hingucken und zuhören (Untertitel mal außer Acht gelassen), können Podcasts bei vielen Aktivitäten nebenbei gehört werden. Ob beim Kochen, Putzen, Autofahren oder Einschlafen: Podcasts können uns problemlos bei all diesen Aktivitäten begleiten, ohne dass wir dafür mehr Zeit  brauchen. 

Und es gibt Podcasts für verschiedene Zwecke: der “Einschlafen Podcast” von Toby Bayer erscheint seit 2010 alle 2 Wochen und ist ein echter Klassiker unter den Podcasts. In den 50-90 minütigen Folgen hält Toby Monologe und liest Kapitel von Kant, Goethe und Rilke vor. Mit seiner ruhigen, monotonen Art verhilft er tausenden Zuhörern regelmäßig zum Einschlafen. 

Die Podcast-Kategorien verschaffen einen Eindruck davon, warum Podcasts so beliebt sind: Ob Nachrichten, Comedy, True Crime, Wissen, Lifestyle, Business oder Sport- für jedes Interessensgebiet gibt es mittlerweile den passenden Podcast. Um sich zur Prohibition in den USA zu informieren, muss nun kein staubiges Buch mehr gelesen oder mit voller Konzentration durchs Netz gesurft werden: Kopfhörer auf, Folge an und nebenbei kann man auch noch etwas anderes machen. Schafft man es mal nicht, sich die Tagesschau anzugucken, kann man sich kurzerhand im Tagesschau-Podcast auf den neuesten Stand bringen. Selbst zum Thema Schwangerschaft und Geburt gibt es eine ganze Kategorie, in der Eltern durch die Schwangerschaft begleitet werden. 

 

Man sieht: Podcasts erfüllen mittlerweile alle Zwecke, für die vorher unterschiedliche Medien zuständig waren. Um sich zu informieren, setzte man sich vor den Fernseher und schaute die Nachrichten. Zum Entertainment zappte man durch das Programm oder versank stundenlang in Youtube-Videos. Um sein Wissen aufzubauen kamen hauptsächlich das Internet oder Bibliotheken in Frage. Doch Podcasts vereinen all diese Kategorien und haben einen entscheidenden Vorteil: sie sind jederzeit abrufbar. Mit einer Internetverbindung und einem Klick steht dem User die ganze Welt der Podcasts offen.

 

Abschließend bleibt zu sagen, dass speziell in den aktuellen Zeiten der Coronakrise die Beliebtheit von Podcasts gut sichtbar ist: kaum wurde klar, dass auch bei uns der Coronavirus das gesellschaftliche Leben verändern würde, fand sich in den Podcastcharts ganz oben ein neuer Podcast – “Das Coronavirus-Update mit Christian Drosten” von NDR info informiert die Hörer derzeit täglich über die neuen Entwicklungen und Herausforderungen, die der Virus mit sich bringt. 

 

 

Das Ende des Podcast-Hypes ist bis jetzt nicht in Sicht. Kein Wunder, ist dieses Format doch ein wunderbarer Mittelweg zwischen alltäglichen Aktivitäten und stundenlanger Recherche. Sollten Sie Fragen oder Anregungen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!

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