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Künstliche Intelligenz im Online-Marketing
Tina Ackermann
Dezember 29, 2021
  • Schwer zu beschreibende Produkte, können durch den KI-Algorithmus der Visual Search schnell gefunden werden.
  • Durch Chatbots wird die Wartezeit bei der Kontaktaufnahme mit einem Unternehmen verkürzt.
  • KI-Algorithmen werden bei der Content-Automatisierung eingesetzt, um aus strukturierten Daten fehlerlose Texte zu generieren.
  • Künstliche Intelligenz kann aus Big Data Muster und Zusammenhänge erkennen und so zielgerichtete und personalisierte Werbung erstellen.

In den letzten Jahren hat wohl kaum ein Thema die Welt der Technik so sehr geprägt, wie die Künstliche Intelligenz. Doch trotz all der Vorteile, die auf der Hand liegen, gibt es vermutlich genauso viele Gegner wie Befürworter der KI-Technik. Aber wie genau werden Künstliche Intelligenzen im Online Marketing heute schon genutzt? Und wo werden sie auch in Zukunft eingesetzt?

KI macht Visual Search möglich

Suchmaschinen wie Google und Bing bieten schon länger die visuelle Suche an, bei der ein Bild anstatt einer Texteingabe zur Suchanfrage verwendet wird. Dieses vom User hochgeladene Bild wird durch künstliche Intelligenz in Einzelteile zerlegt und mit einer Datenbank abgeglichen – mit dem Ziel, dem User genau sagen zu können, was auf dem Bild zu erkennen ist.

Visual Search ist für viele Einzelhändler zu einem wichtigen Verkaufsfaktor geworden. Vor allem schwer zu beschreibende Produkte, können durch den KI-Algorithmus der Visual Search schnell gefunden werden. Diese künstliche Intelligenz kann wiederum für zielgerichtete Werbung eingesetzt werden. Wenn ein User sich erst Bilder von Schuhen angeguckt und dann sogar auf ein Bild mit Schuhen klickt, scheint er sich dafür zu interessieren – und bekommt von nun an öfter Anzeigen für Schuhe durch den Algorithmus der künstlichen Intelligenz ausgespielt.

Einsatz von künstlicher Intelligenz in Chatbots

So gut wie jeder, der schon mal ein Problem mit einem Produkt hatte, etwas zurückschicken wollte oder eine Frage zu seiner Bestellung hatte, kam in den Kontakt mit einem Chatbot. Die Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung ist groß, denn durch die KI der Chatbots wird meist die Wartezeit bei der Kontaktaufnahme mit einem Unternehmen verkürzt.

Bei einer Studie zu Chatbots im Jahr 2020 stellte sich jedoch heraus, dass nur ein Drittel der befragten Unternehmen bereits Chatbots im Einsatz haben. Trotzdem ist den meisten Unternehmen das Potential der künstlichen Intelligenz klar, denn fast 70% wollen Chatbots einführen. Doch es gibt einige Faktoren, die Unternehmen von der Einführung von Chatbots abhalten:

  • Platz 1 belegt hier ganz klar die Themen- und Dialogkomplexität von Chatbots. Durch diese ist erheblich mehr Arbeit bei der Entwicklung der künstlichen Intelligenz notwendig.
  • Aber auch die Akzeptanz der Kunden und der Pflegeaufwand der KI in Chatbots hindern Unternehmen beim Einsatz.

 

Content-Automatisierung mithilfe von KI

Der Bereich Content gehört für viele Unternehmen zu den teuersten und aufwendigsten Bereichen, benötigt er doch extrem viele Ressourcen. Angefangen bei demjenigen, der sich den Content ausdenkt, über den Grafiker, der diesen anschaulich verpackt, bis hin zur dritten Person, die sich um die Verbreitung kümmert. Vor allem im E-Commerce-Bereich müssen sich Unternehmen gerne mal um mehr als 100.000 Produkte kümmern. Hierbei wird die Automatisierung von Content immer beliebter und es können sogar ganze Arbeitsstellen eingespart werden.

Die künstliche Intelligenz wird bei der Content-Automatisierung vor allem eingesetzt, um aus strukturierten Daten fehlerlose Texte zu generieren. Hierzu werden individuelle KI Regelwerke erstellt, die unter anderem Variationen für Wörter und Satzteile enthalten. Dabei lernt die künstliche Intelligenz stetig Neues dazu und sich dadurch immer weiter verbessern – vergleichbar mit dem Vokabellernen beim Menschen.

Ein weiterer Effekt der KI: Suchmaschinen freuen sich über nützlichen und informativen Content und belohnen den inhaltlichen Mehrwert von Texten. Automatisierte Produkttexte wirken sich also auch auf die Sichtbarkeit eines Online-Shops aus.

Künstliche Intelligenz & Big Data

Heutzutage sammelt fast jede besuchte Website Daten über uns – manchmal nur wenn wir etwas kaufen oder nur in den Warenkorb legen, oft aber auch welche Seiten wir uns angeguckt haben, wo wir gescrollt haben und wie lange wir auf welcher Seite geblieben sind. All diese Daten werden erfasst und gespeichert – in der Hoffnung, dass sie dem Unternehmen dabei helfen, zukünftig mehr Website-User zum Kauf zu bewegen.

Hier kommt die künstliche Intelligenz ins Spiel: Sie verarbeitet große Datenmengen (Big Data) und kann daraus Muster oder Zusammenhänge erkennen. Aus diesen wiederum wird zielgerichtete und personalisierte Werbung mit Produktvorschlägen erstellt, die für den User deutlich ansprechender und deshalb schwerer abzulehnen ist.

Grenzen für KI im Online-Marketing

Die Personalisierung des Marketings und auch die Optimierung des Targetings gelten als die größten Potenziale der KI. In den kommenden Jahren werden immer mehr künstliche Intelligenzen zum Einsatz kommen. Nicht vergessen darf man hierbei jedoch, dass auch die Einschränkungen rund um das Sammeln von Daten immer umfassender werden.

Einen ersten Schritt machte die EU erst vor wenigen Jahren mit einer europäischen Datenschutzgrundverordnung. Diese führte dazu, dass viele amerikanische Firmen ihre Webseiten entweder den neuen Richtlinien anpassen oder den europäischen Markt verlassen mussten.

Und jedes Jahr kommen neue Verordnungen zum Verbraucherschutz hinzu, die die Grundlage von KI einschränken können. Abzuwarten bleibt, inwiefern sich diese Einschränkungen auf die Arbeit von künstlichen Intelligenzen auswirken und welche neuen KI-Technologien in Zukunft entwickelt werden.

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