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Mobile-friendly Website: Ein Muss für Unternehmen!
Ann-Kathrin Habl
Januar 20, 2022
  • Eine mobilfreundliche Website ist heutzutage ein Muss!
  • Mobile-friendly & responsive Design ist nicht das gleiche: Vielmehr ist responsive Design die beste Möglichkeit Mobilfreundlichkeit umzusetzen.
  • Die einfachste Möglichkeit, eine mobile-friendly Website zu gestalten ist es, ein Content Management System mit responsive Layout (wie beispielsweise WordPress) zu verwenden.

Im Jahr 2021 nutzen etwa 4,7 Milliarden Menschen auf der Welt das Internet – das entspricht 59% der Weltbevölkerung. Hierbei werden mehr als 50% der Internetzugriffe über das Handy – also mobile – getätigt. Der Desktop liegt mit 42% auf Platz 2 während das Tablet mit knapp 3% klar abgeschlagen ist.

Sollte also heutzutage noch irgendjemand fragen, ob die eigene Website auch wirklich mobile-friendly – beziehungsweise responsiv – sein muss, kann man das wohl mit einem klaren “Ja!” beantworten. Doch was gibt es – neben diesem offensichtlichen Grund – noch für Vorteile von responsiven Webseiten?

Mobile-friendly & responsive – was ist der Unterschied?

Bestimmt haben Sie schon einmal die Begriffe “responsive” oder “mobile-friendly” gehört. Doch was genau steckt dahinter? Bzw. was ist der Unterschied?

mobile-friendly vs. responsive – Definition

  • mobile-friendly oder mobilfreundlich bedeutet, dass eine Website auf einem mobilen Endgerät korrekt dargestellt wird. Das beinhaltet, dass der Nutzer nicht zoomen muss, alle Elemente eine ausreichende Größe haben und alle Links & Buttons auch auf dem Handy einfach anzuklicken sind.
  • Eine Website mit einem Responsive Design passt sich flexibel der Größe des Browserfensters an. Nutzer bekommen so – je nach verwendetem Endgerät – die Website immer bestmöglich dargestellt.

Aber was ist jetzt genau der Unterschied zwischen mobile-friendly und responsive?

Der Begriff mobile-friendly bedeutet lediglich, dass eine Website mobile gut dargestellt wird. Der Begriff beschreibt allerdings nicht, wie dieses umgesetzt wird. So gibt es beispielsweise noch viele Websites, die eine separate mobile Version auf einer Subdomain anbieten, dies sieht dann wie folgt aus:

  • Desktop Version einer Website: https://meineurl.de
  • Mobile Version einer Website: https://m.meineurl.de

Die Bereitstellung einer mobilen Version auf einer Subdomain ist zwar mobile-friendly – allerdings längst nicht mehr zeitgemäß. Beim Responsive Design hingegen gibt es keine Subdomain und keine separate mobile Version. Hier passt sich die Darstellung der Website automatisch der Größe des Browserfensters an. Responsive Design ist im Prinzip eine optimale Möglichkeit, Mobile-Friendliness umzusetzen.

mobile-friendlyEine Website mit Responsive Design passt sich flexibel an die Größe des Browsers an.

 

5 Gründe, warum Ihre Website mobile-friendly sein muss!

mobile-friendliness ist längst nicht mehr “nice to have”, sondern einfach erforderlich, wenn Sie mit Ihrer Website online gefunden werden möchten. Warum? – Dafür gibt es einfache Gründe:

1. Google’s mobile-first Index

Dass SEO heutzutage ein großer Faktor ist, wenn es um den Erfolg der eigenen Website geht, ist unumstritten. Wer nicht zumindest auf der ersten Seite der Suchergebnisse in Erscheinung tritt, der bekommt selten Klicks auf seine Page. Doch seit 2019 berücksichtigt Google neben den “klassischen” SEO-Faktoren wie Seiteninhalt, Klickdauer und Verweilrate auch ob die Seite responsiv und damit über mobile Endgeräte funktional ist. Kein Wunder: 2019 kamen 65% aller Google Suchanfragen von einem mobilen Endgerät, mittlerweile dürfte dieser Wert noch um ein paar Prozentpunkte gestiegen sein.

Seit 2021 wertet Google Mobile-Friendliness nicht nur als positiven Faktor bei der Berechnung der Rankings – sondern Google stellte auf “Mobile-First-Indexing” um. Das bedeutet, dass Google zur Berechnung der Rankings nicht mehr die Desktop-Version einer Website, sondern ausschließlich die mobile Version heranzieht. Das macht Mobile-Friendliness quasi existenziell wichtig für alle, die in den organischen Google Suchergebnissen gefunden werden möchten.

2. Digital Natives als Entscheider

Eine Studie aus dem Jahr 2016 hat herausgefunden, dass heutzutage 73% der Millennials bei Entscheidungen im B2B-Umfeld beteiligt sind und 33% diese Entscheidungen sogar alleine treffen. Dabei ist der entscheidende Punkt, dass Millennials als Digital Natives aufgewachsen sind – eine responsive Website hat gerade für diese Zielgruppe einen deutlich höheren Stellenwert als das bei der Generation X oder den Baby Boomern der Fall ist. Um das auch mit Zahlen zu untermauern: 82% der Millennials halten mobile Geräte bei der Recherche für wichtig. Wer bei dieser Zielgruppe durch eine nicht-responsive Webseite durchfällt, der könnte in Zukunft weniger Aufträge bekommen und somit seinen Unternehmenserfolg aufs Spiel setzen.

3. Der Zusammenhang zwischen der Absprungrate und Responsive Design

Es gibt Untersuchungen, die die Verbindung von Absprungrate und Responsive Design unter die Lupe genommen haben. Das Ergebnis ist eindeutig: Wer als Besucher auf Ihre Website stößt, bleibt nur, wenn die Ladezeit der Website kurz und die Lesbarkeit gut ist. Sollte der User erst umständlich mit zwei Fingern in die Website hereinzoomen müssen um etwas von Ihren Inhalten erkennen zu können, ist nicht nur die Wahrscheinlichkeit, dass er das tut sehr gering – er wird auch nicht wiederkommen.

4. Mobile Design ist wichtig für Ihr Image

Potenzielle Kunden sind nicht die einzigen User, die Sie auf Ihrer Website finden. Vermutlich werden Sie an den Punkt kommen, an dem Sie Mitarbeiter suchen – und genau an diesem Punkt brauchen Sie ein gutes Image. Mit dem Ausscheiden der Baby Boomer aus dem Arbeitsverhältnis in den nächsten Jahren wird die Mitarbeiterakquise noch wichtiger werden. Großer Unterschied: es drängen nun immer mehr junge Arbeitssuchende auf den Markt. Und genau für diese Zielgruppe, die quasi mit dem Handy in der Hand geboren wurde, ist das mobile Design extrem wichtig.

Das Responsive Design ist ein wichtiger Teil einer erfolgreichen Außendarstellung, immerhin hat die Website heutzutage dieselbe Funktion wie eine Visitenkarte. Sollten Sie die Umstellung bisher verpasst haben, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, dieses Projekt anzugehen!

5. Die Zukunft ist responsiv

Während das Webdesign bei Desktop-Computern anfing und mittlerweile zu Handys und Tablets reicht, ist das noch lange nicht das Ende. Zukünftig werden immer mehr Geräte mit Displays ausgestattet sein und über das WLAN ins Internet gehen können – von Kühlschränken bis hin zu Smart-Watches. Dies bedeutet eine größere Anzahl von unterschiedlichen Bildschirmformaten und somit ein noch größerer Zwang, Websites responsiv zu gestalten.

Mobile-Friendly Check: Wie wird meine Website auf dem Smartphone dargestellt?

Googles Mobile-Friendly Test: Sie möchten testen, ob Ihre Seite auf mobilen Endgeräten korrekt dargestellt wird? Google stellt dafür ein Tool zur Verfügung. Hier geben Sie einfach Ihre URL ein und erfahren dann, ob Google Probleme mit der Mobilfreundlichkeit Ihrer Website feststellt.

mobile-friendly-test Test auf Optimierung für Mobilgeräte

 

Wie wird meine Website mobile-friendly?

Um Ihre Website mobile-friendly zu überarbeiten gibt es im Prinzip drei Möglichkeiten:

  1. Überarbeiten Sie den HTML Code Ihrer Website: Wenn Sie an Ihrer Website nichts weiter ändern möchten, als sie mobilfreundlich zu gestalten, dann können Sie den HTML Code entsprechend anpassen. Allerdings ist dies extrem aufwändig und benötigt einige Fachkenntnisse. In der Praxis macht es nur in seltensten Fällen Sinn.
  2. Erstellen einer separaten mobilen Version, die auf einer Subdomain zu finden ist: Hier geht es um die schon oben erwähnte m.ihreurl.de-Seite. Es gibt verschiedene Tools die helfen, eine solche mobile Version zu erstellen. Allerdings hat dieses Vorgehen auch einige Nachteile: Es müssen immer zwei Versionen einer Website gepflegt werden (wenn Sie Änderungen auf der Desktop Version vornehmen müssen Sie diese auch separat auf der mobilen Version vornehmen). Außerdem ist dieses Vorgehen mittlerweile auch veraltet, Google bevorzugt ein responsive Design.
  3. Verwenden eines Content-Management-Systems mit responsive Layout: Im Idealfall steigen Sie auf ein Content-Management-System um und führen einen Relaunch Ihrer Website durch. Content Management Systeme wie beispielsweise WordPress bieten eine Vielzahl an fertigen Layouts an, die sich responsive an den Bildschirm des Nutzers anpassen. Hier sind also keine umfangreichen Programmierkenntnisse nötig, um dies zu realisieren.

 

Auch hier zeigt sich wieder: Die beste Lösung ist ein responsive Design. Am einfachsten lässt sich dieses mit einem Content-Management-System wie WordPress realisieren – auch ohne Programmierkenntnisse lässt sich hier recht schnell ein mobile-friendly & responsive Website gestalten.

 

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