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Pinterest – Potential oder Platzpatrone?
Caro Falsett
August 25, 2021

Pinterest sollte mittlerweile jedem Marketer ein Begriff sein. Die soziale Plattform, auf der User wie auf einer Online-Pinnwand ihre Favoriten markieren und in persönlichen Pinnwänden zusammenstellen und teilen können, verzeichnet mittlerweile 454 Millionen aktive Nutzer. Mit einem Umsatz von mehr als 700 Millionen US-Dollar im Jahr 2020 kann man Pinterest durchaus schon zu den Big Playern bei den Social Media Netzwerken zählen, auch wenn die Zahlen natürlich noch nicht an Facebook und Instagram heranreichen. Doch was genau macht Pinterest so erfolgreich?

 

Nachhaltiger Traffic

 

Im Gegensatz zu Facebook, Instagram und Co. werden dem User die Inhalte mit dem richtig getagten Begriff auch noch nach Monaten oder sogar Jahren angezeigt. So kann es gut sein, dass ein Beitrag, der 3 Jahre alt ist, bis heute viel Traffic auf der Website generiert, da er dem User auf Pinterest immer wieder vorgeschlagen wird. Doch das zieht auch Konsequenzen nach sich: denn Pins, die nicht zeitlos sind, performen auf Pinterest vergleichsweise schlecht.

Um Zahlen mit ins Spiel zu bringen: Ein durchschnittlicher Pin wird von den Usern etwa elf Mal repinned, also auf einer eigenen Pinnwand gepinnt. Außerdem braucht ein durchschnittlicher Pin etwa 3,5 Monate um 50% seines Traffics zu generieren (zum Vergleich: ein Tweet braucht dafür 24 Minuten, ein Facebook-Post 90 Minuten) – Pins zu tagesaktuellen Themen wie Politik, Wetter etc. performen also fast garantiert schlechter als zeitlose Pins. Womit wir schon beim nächsten Thema wären:

 

Zeitlose Themen

 

Wie bereits erwähnt funktionieren tagesaktuelle Themen auf Pinterest eher schlecht. Doch welche Themen finden sich hauptsächlich auf dem Netzwerk? Durch die demografische Verteilung (zu einem großen Teil Frauen, siehe Punkt 3) sind typisch weibliche Themen auf dem Vormarsch. Von Fitness und Yoga über Handarbeiten und Rezepten zu Nachhaltigkeit und Deko sind die Themen breit gefächert. Wichtig hierbei sind vor allem optisch ansprechende Fotos, da diese im Mittelpunkt der Pinnwände stehen während nur vergleichsweise wenig Text pro Pin auf den Inhalt schließen lässt. Außerdem ermöglicht Pinterest den Publishern mittlerweile auch die Veröffentlichung von Videos, wodurch sich noch mehr Möglichkeiten im Contentbereich ergeben.

 

Der Fokus auf Frauen – und das Potenzial bei Männern

 

Pinterest verzeichnet bei den Nutzern 70% Frauen – keine andere große Plattform hat so viele Frauen als Nutzer. Auch aufs Alter bezogen kann Pinterest punkten, denn kaum ein Netzwerk ist über so viele Generationen vertreten: 83% der US-amerikanischen Frauen im Alter von 25-54 nutzen Pinterest. Somit bietet sich hier für Unternehmen eine gute Gelegenheit, gezielt Frauen anzusprechen und ihre Produkte zu vermarkten. Daher performen auch Themen wie Beauty unglaublich gut, kommen hier jedoch – im Gegensatz zu Instagram – vollkommen ohne Selfies und Beauty Filter aus. Doch auch Topics wie Selbstständigkeit für Frauen, Rezepttipps und alles rund um das Thema Familie sind hoch nachgefragt.

Doch eine Zahl verdeutlicht erst das Pinterest-Potenzial: 40% der Neuanmeldungen sind Männer, was einer jährlichen Wachstumsrate von 70% entspricht. Schon jetzt sind 25% der amerikanischen User Männer: ein großes Potenzial für mutige Unternehmen, die als erstes den Pinterest-Markt für eine männliche Zielgruppe erobern wollen.

 

Das Einkommen der User

 

Ja, wir sind im Marketing. Und Produkte für Zielgruppen herzustellen, die wenig Geld verdienen und so auch ausgeben können, lohnt sich nur in bestimmten Fällen. Genau deswegen trumpft Pinterest mit einer sehr liquiden Zielgruppe auf: 35 Prozent der User verdienen mehr 75.000$, bezogen auf die Millenials sind es sogar 50%. Über Pinterest kann also eine gut verdienende Zielgruppe angesprochen werden.

 

Für welche Unternehmen lohnt sich Pinterest-Marketing? 

Ganz klar: für jedes Unternehmen, das sich traut und dessen Produkte oder Dienstleistungen für eine junge, gut verdienenden Zielgruppe interessant sind. Nicht zu vernachlässigen sind hierbei allerdings die Social Media Basics: das Unternehmen sollte – wie bei jedem Social Media Kanal – genug Zeit in die Pflege des Kanals investieren und gleichzeitig die eigene Website, zu der weitergeleitet werden soll, nicht vernachlässigen. Mit dem richtigen Tagging und regelmäßigem Content steht dem erfolgreichen Pinterest-Auftritt dann nichts mehr im Weg.

 

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