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Snapchat oder TikTok: Vielen Marketern stellt sich heutzutage eine neue Herausforderung: wie erreichen wir die Generation Z? Um die Generationen X (Geburtsjahre 1960-1979) und die Baby Boomer (geboren vor 1960) online zu erreichen, bietet Facebook die ideale Grundlage. Bei der Generation Y (1980-1996) wird es schon kniffliger, denn hier hält sich ein Großteil auf Instagram auf. Doch die Generation Z (1996-heute) setzt neue Maßstäbe beim Schwierigkeitsgrad des Online Marketings. Statt Facebook und Instagram hat diese Generation andere Kommunikationswege: Snapchat und TikTok. Doch helfen eher Snapchat oder TikTok bei dem Erreichen der gewünschten Zielgruppe?

 

Markenbindung als Werbestrategie

 

Noch mag die Generation Z nicht zu den einkommensstarken Zielgruppen gehören – doch auch diese Generation wird einmal anfangen zu arbeiten, Geld zu verdienen und natürlich auch auszugeben. Doch die Hoffnung vieler Marketer, dass sich die Arbeitenden der jeweiligen Generation dann auf Facebook anmelden und damit über Facebook Ads (einem Milieu, in dem sich die meisten Marketer mittlerweile zumindest halbwegs wohlfühlen) erreicht werden können, gilt eher als unbegründet. Es müssen also neue Plattformen her, auf denen auch die junge Generation erreicht werden kann. Schon heute setzen Unternehmen wie GUESS und BMW auf Werbung in den jungen sozialen Medien und hoffen damit auf den Markenbindungseffekt. Doch welche Social-Media-Plattformen nutzt die Generation Z überhaupt? Und welche Plattform wird eher genutzt: Snapchat oder TikTok?

 

Snapchat – ein Freundesnetzwerk als Marketingplattform?

 

Als Snapchat 2011 gelauncht wurde, nahmen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen die App in Beschlag. Snapchat erlaubt seinen Nutzern video- und fotobasierte Storys an Freunde zu verschicken, die vorher durch verschiedene Filter und Bearbeitungsmöglichkeiten verändert werden können. Auffallend ist, dass der Content entweder direkt nach dem Anschauen oder nach spätestens 24 Stunden verfällt – was dazu führt, dass auch expliziter, nicht jugendfreier Content vermehrt versendet wird. 

Bezüglich der Audience kann Snapchat punkten: die App verzeichnet 186 Millionen tägliche Nutzer und über 3 Milliarden täglich aufgenommene Snaps, außerdem wird die App täglich pro User durchschnittlich 20 Mal geöffnet. 61 Prozent der User sind weiblich und 75 Prozent der Nutzer sind unter 35 – eine beachtliche Plattform wenn man eine junge Zielgruppe hat. Und eine Statistik sticht ins Auge: 38 Prozent der Snapchat-User nutzen weder Facebook noch Instagram und können dementsprechend nicht über die zwei großen Social Media Plattformen erreicht werden.

Für Unternehmen interessant ist die „Discover”-Page, auf der Unternehmen Werbung (auch in Form von Videos und Fotos) schalten können. Hier finden sich im Gegensatz zum Rest der App auch viele hochwertig produzierte Videos.

 

TikTok – mit Tanzeinlagen zur Markenbindung?

 

TikTok wurde erst 2017 vom chinesischen Unternehmen ByteDance gelauncht und musste sich bei der Anzahl der App-Downloads 2019 nur WhatsApp geschlagen geben – dort überholte die Short-Content-Plattform die Social-Media-Riesen Facebook und Instagram. TikTok erlaubt seinen Usern 10- bis 60-sekündige Videos aufzunehmen. Doch im Gegensatz zu anderen Plattformen wird hier viel getanzt, gesungen und Sketche veröffentlicht. Auch Lip-Sync-Videos bekannter Songs oder Filmausschnitte sind beliebt. Der große Unterschied zu Snapchat: Der User muss sich nicht mit anderen Nutzern vernetzen, um Content angezeigt zu bekommen.

Nach dem Öffnen der App wird der User direkt auf die „For You”-Page weitergeleitet, auf der ihm Videos vorgeschlagen werden, die auf Daten wie Alter, Region und bisher gesehenen Videos basieren. Durch Hoch- und Runterwischen gelangt der User direkt zum vorherigen beziehungsweise nächsten Video. Das Besondere: Der Nutzer muss die Videos nicht aktiv starten, denn diese werden automatisch als Loop ausgespielt. Dies führt dazu, dass der durchschnittliche TikTok-User täglich 56 Minuten in der App verweilt – ein beachtlicher Zeitraum.

Werbung wird auf TikTok in den normalen Feed gespeist und nur durch ein kleines „Sponsored” in einer Ecke gekennzeichnet. Auch hier funktioniert nativer Content am besten: Mit humorvollen Videos kann ein Unternehmen nichts falsch machen.

 

Snapchat oder TikTok?

 

Jede Plattform hat ihre eigenen Vor- und Nachteile für Unternehmen. 

Während auf TikTok so gut wie ausschließlich die Generation Z zu finden ist, wird Snapchat auch zu einem großen Teil von Millennials benutzt. Sollte also die Target Audience Ihres Unternehmens vor allem aus der Generation Z bestehen, kommen Sie an TikTok kaum vorbei. Der Vorteil bei TikTok: Auch ohne dass der User Ihr Unternehmen kennt, kann guter organischer Content eine hohe Reichweite generieren, denn um Ihre Inhalt anzusehen, muss sich der User nicht mit Ihnen vernetzen, sondern bekommt die Inhalte einfach auf seiner For You Page angezeigt. Durch den Aufbau der App findet der Nutzer auch das Unternehmensprofil und den dort bereits geposteten Content schneller. Doch um auf TikTok gut anzukommen, brauchen Sie eine herausragende Kreativ-Abteilung. Denn stumpfe Werbestories kommen selten gut an. Dafür werden Sie mit loyalen Nutzern belohnt, bei denen Sie sich schnell einen Namen machen können.

Sollten Sie sich für Snapchat-Marketing interessieren, muss Ihnen bewusst sein, dass Ihr Content vornehmlich auf der Discover-Page angezeigt werden wird. Denn um Ihren Content zu sehen muss der User eine Freundschaftsanfrage verschicken. Doch einen klaren Vorteil hat Snapchat: Ein Großteil der User kommt aus der westlichen Welt, während TikToks Audience vornehmlich in Asien sitzt – zumindest momentan noch.

 

Snapchat oder TikTok – das Fazit

Abschließend gilt es zu sagen, dass die Entscheidung zwischen Snapchat und TikTok allein von Ihrer Zielgruppe und Experimentierfreudigkeit abhängt. Snapchat zeigt sich durch seine längere Existenz stabiler als TikTok. Doch der Wachstumsriese sollte nicht vernachlässigt werden, denn noch bietet sich die Möglichkeit für Unternehmen mit dem richtigen Content den Markenbindungseffekt bei der jungen Zielgruppe zu erreichen – zumindest solange die meisten Unternehmen ihren Fokus noch auf Facebook und Instagram haben.

 

Auf unserem Blog erfahren Sie, welches Potential TikTok hat und ob TikTok für Ihr Unternehmen geeignet ist.

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