Google Unternehmensprofil 2026: So verbessert ihr eure lokale Sichtbarkeit

Google Unternehmensprofil 2026: So verbessert ihr eure lokale Sichtbarkeit

Veröffentlicht am 21. Januar 2026

Sissy Scheible

Sissy Scheible

Google Marketing

Google Unternehmensprofil - Das Wichtigste in Kürze:

  • Im Jahr 2026 entscheidet euer Google Unternehmensprofil darüber, ob ihr in KI-gestützten Antworten von ChatGPT, Google Gemini oder AI Overviews als relevante Lösung vorgeschlagen werdet.

  • Das Profil ist die wichtigste strukturierte Datenquelle für Suchmaschinen, weshalb fehlende oder veraltete Informationen oft zum kompletten Ausschluss aus den Suchergebnissen führen.

  • Eine saubere Verifizierung sowie konsistente Unternehmensdaten (NAP) auf allen Kanälen sind die unverzichtbare technische Basis für jedes lokale Ranking.

  • Durch regelmäßige Updates via Google Beiträge, aktuelle Fotos und gepflegte Attribute signalisiert ihr den Algorithmen Relevanz und steigert eure Interaktionsraten.

  • Authentische Bewertungen und der professionelle Umgang mit Feedback sind entscheidend, da Glaubwürdigkeit und echte Kundenerfahrungen heute als zentrale Qualitätsfilter für die Ausspielung dienen.

Lokale Sichtbarkeit endet 2026 nicht mehr bei Google Maps. Kunden fragen ChatGPT, lesen AI Overviews in der Suche und erwarten sofort klare Antworten. Ob euer Unternehmen dabei auftaucht oder nicht, hängt maßgeblich von eurem Google Unternehmensprofil ab.

Denn dieses Profil ist längst mehr als ein Eintrag. Es ist die wichtigste Datenquelle für Google, KI-Systeme und digitale Assistenten. Wer hier Lücken lässt oder veraltete Informationen hat, wird nicht nur schlechter gefunden, sondern von neuen Suchtechnologien oft komplett ignoriert.

Dieser Guide zeigt euch, wie ihr euer Google Unternehmensprofil strategisch nutzt, um auf allen relevanten Kanälen sichtbar zu bleiben, heute und in Zukunft.

Definition: Was ist ein Google Unternehmensprofil überhaupt?

Ein Google Unternehmensprofil (früher „Google My Business“) ist euer kostenloser Eintrag bei Google, der in der Google Suche und bei Google Maps erscheint, wenn jemand nach eurem Unternehmen oder einem relevanten lokalen Suchbegriff sucht. 

Es zeigt unter anderem:

  • Firmenname und Adresse

  • Öffnungszeiten

  • Telefonnummer und Website

  • Fotos, Angebote, Produkte, Dienste

  • Kundenbewertungen

  • Beiträge, Events, Q&A

Und das Beste: Es ist kostenlos und gleichzeitig eines der stärksten SEO-Signale für lokale Sichtbarkeit. Laut Google gibt ein vollständiges und gepflegtes Profil potenziellen Kunden direkt Antworten und steigert die Klick- und Interaktionsrate.

Warum das Google Unternehmensprofil 2026 der "Gatekeeper" ist

Fangen wir mit den harten Fakten an: Die klassische "10 blaue Links"-Suche ist tot, zumindest für lokale Suchanfragen. Wenn ein Nutzer heute fragt: "Wo finde ich den besten veganen Burger in München, der jetzt noch offen hat?", dann klickt er sich nicht mehr durch drei Websites.

Er bekommt eine Antwort.

Diese Antwort liefert ihm eine KI (sei es Google Gemini, die AI Overviews direkt in der Suche oder ChatGPT Search). Und woher nimmt die KI diese Informationen? Richtig: Zu einem riesigen Teil aus den strukturierten Daten eures Google Unternehmensprofils.

Das bedeutet für euch: Euer Profil ist nicht mehr nur ein Schaufenster für Menschen, sondern eine Datenquelle für Maschinen. Ist euer Profil unvollständig, veraltet oder widersprüchlich, existiert ihr für die KI schlichtweg nicht. Ein gepflegtes Profil ist 2026 keine "Kür" mehr, sondern absolute Überlebenspflicht für jeden eurer Standorte.

Profil einrichten und verifizieren: Die Basis für eure lokale Sichtbarkeit

Bevor ihr euch mit SEO, Bewertungen oder Beiträgen beschäftigt, steht ein Schritt ganz am Anfang: die saubere Einrichtung und Verifizierung eures Google Unternehmensprofils. Dieser Teil wirkt unscheinbar, ist aber entscheidend. Fehler oder Lücken an dieser Stelle können später kaum durch Optimierung ausgeglichen werden.

Google Konto nutzen

Für die Verwaltung eures Unternehmensprofils benötigt ihr ein Google Konto. Idealerweise nutzt ihr dafür eine zentrale Firmen-E-Mail-Adresse, zum Beispiel info@ oder marketing@ eurer Domain. So stellt ihr sicher, dass das Profil nicht an eine einzelne Person gebunden ist und auch bei Personalwechseln problemlos weiter gepflegt werden kann.

Gerade bei Unternehmen mit mehreren Standorten oder Filialen ist eine saubere Zugriffsstruktur wichtig. Das Profil sollte immer dem Unternehmen gehören, nicht einer Privatperson.

Unternehmensdaten vollständig und korrekt eintragen

Im nächsten Schritt tragt ihr alle grundlegenden Unternehmensdaten ein. 

Dazu gehören:

  • offizieller Unternehmensname

  • vollständige Adresse

  • Telefonnummer

  • Website-URL

  • reguläre Öffnungszeiten sowie Sonderöffnungszeiten

Besonders wichtig ist hier die sogenannte NAP-Konsistenz. NAP steht für Name, Address und Phone. Diese Daten sollten exakt gleich geschrieben sein, nicht nur im Google Unternehmensprofil, sondern auch auf eurer Website, in Branchenverzeichnissen, Social-Media-Profilen und anderen Online-Einträgen.

Schon kleine Abweichungen wie „GmbH“ vs. „G.M.B.H.“ oder unterschiedliche Telefonnummern können Google verunsichern und eure lokale Sichtbarkeit negativ beeinflussen.

Die richtige Kategorie wählen

Die Wahl der Kategorie gehört zu den wichtigsten Rankingfaktoren im Google Unternehmensprofil. Mit der primären Kategorie teilt ihr Google mit, was euer Kerngeschäft ist. Diese Entscheidung hat direkten Einfluss darauf, bei welchen Suchanfragen euer Profil ausgespielt wird.

Wählt hier immer die Kategorie, die euer Hauptangebot am besten beschreibt und nicht das, was am allgemeinsten klingt oder vermeintlich mehr Reichweite verspricht. Ergänzend könnt ihr sekundäre Kategorien hinzufügen, um zusätzliche Leistungen abzubilden, ohne euer Profil zu verwässern.

Ein klar positioniertes Profil ist für Google leichter einzuordnen und wird häufiger bei passenden lokalen Suchanfragen angezeigt.

Profil verifizieren

Ohne Verifizierung ist euer Unternehmensprofil praktisch unsichtbar. Erst nach erfolgreicher Verifizierung wird es öffentlich in der Google Suche und bei Google Maps ausgespielt.

Je nach Unternehmen und Standort bietet Google unterschiedliche Verifizierungswege an, zum Beispiel:

  • per Postkarte mit Bestätigungscode

  • per Telefon oder SMS

  • per E-Mail

  • in manchen Fällen direkt über das Google Konto

Dieser Schritt bestätigt Google, dass euer Unternehmen tatsächlich existiert und sich am angegebenen Standort befindet. Überspringt oder verzögert ihr die Verifizierung, verschenkt ihr wertvolle Zeit und Sichtbarkeit.

Einheitliche Schreibweise als Erfolgsfaktor

Achtet von Anfang an darauf, überall dieselbe offizielle Schreibweise eures Unternehmens zu verwenden, inklusive Rechtsform, Zusätzen und Sonderzeichen. Diese Konsistenz ist nicht nur für Google wichtig, sondern auch für potenzielle Kunden, die euch eindeutig wiedererkennen sollen.

Ein sauber eingerichtetes und verifiziertes Unternehmensprofil bildet die Grundlage für alle weiteren Optimierungsmaßnahmen. Erst wenn diese Basis stimmt, lohnen sich Themen wie Beiträge, Bewertungen, Fotos oder lokale SEO-Strategien wirklich.

Vollständige Profilinformationen erhöhen eure Sichtbarkeit

Screenshot of a Google business interface showing options for Google Ads, embedding maps, reviews, business profile details, and contact information.

Zusätzliche Informationen eintragen, wie z.B. Dienstleistungen oder Produkte, ist über die Schaltflächen in eurem Google Unternehmensprofil ganz leicht möglich.

Ein Google Unternehmensprofil ist nur so gut wie die Informationen, die ihr darin hinterlegt. Profile, die vollständig ausgefüllt, regelmäßig gepflegt und inhaltlich klar positioniert sind, werden von Google nachweislich häufiger und prominenter ausgespielt als Profile mit reinen Basisdaten.

Für Google zählt nicht nur, dass ein Profil existiert, sondern wie gut es verstanden werden kann. Je eindeutiger euer Unternehmen beschrieben ist, desto leichter kann Google es passenden lokalen Suchanfragen zuordnen, sowohl in der klassischen Suche als auch in KI-gestützten Ergebnissen und über Voice Search.

Unternehmensbeschreibung: Klar, relevant und nutzerorientiert

Die Unternehmensbeschreibung ist einer der wichtigsten Textbereiche in eurem Profil. Sie hilft Google einzuordnen, wer ihr seid und wofür ihr steht und gibt potenziellen Kunden gleichzeitig einen schnellen Überblick.

Im Jahr 2026 gilt dabei ganz klar: Nicht Keyword-Masse, sondern Relevanz und Verständlichkeit entscheiden.

Eine gute Beschreibung beantwortet auf natürliche Weise folgende Fragen:

  • Wer seid ihr als Unternehmen?

  • Welche Produkte oder Dienstleistungen bietet ihr an?

  • Für welche Zielgruppe arbeitet ihr?

  • In welcher Stadt oder welchem Gebiet seid ihr aktiv?

  • Was unterscheidet euch von anderen Anbietern?

Lokale Keywords wie „Restaurant in Köln Ehrenfeld“ oder „IT-Support im Raum Stuttgart“ sollten sinnvoll integriert werden, ohne den Text unleserlich zu machen. Der Fokus liegt immer darauf, echten Mehrwert zu liefern, sowohl für Google als auch für Menschen, die euer Profil lesen.

Exkurs: Optimierung für Voice Search und "In meiner Nähe"

2026 tippen immer weniger Menschen ihre Suchanfragen ein, sondern sie sprechen mit ihren Geräten oder Assistenten. Die Suche ändert sich von statischen Keywords („Italiener Berlin Mitte“) hin zu natürlichen Fragen („Wo gibt es hier in der Nähe die beste Pizza?“). Für euer Profil bedeutet das:

  • „In meiner Nähe“ ist kein Keyword: Ihr müsst den Begriff „in meiner Nähe“ nicht in eure Texte schreiben. Google erkennt durch eure hinterlegte Adresse und den Standort des Nutzers automatisch, ob ihr in der Nähe seid.

  • Sprechsprache nutzen: Formuliert eure Unternehmensbeschreibung und vor allem eure Q&A-Bereiche so, als würdet ihr mit einem Kunden sprechen. Verwendet ganze Sätze und natürliche Formulierungen.

  • Lokaler Kontext: Erwähnt bekannte Orientierungspunkte im Text (z. B. „Direkt gegenüber vom Hauptbahnhof“ oder „Im Herzen des Agnesviertels“). Das hilft der KI, euren Standort semantisch besser einzuordnen und bei Sprachsuchanfragen präziser auszuspielen.

Attribute und Services gezielt nutzen

Google stellt eine Vielzahl von Attributen zur Verfügung, mit denen ihr euer Unternehmen näher beschreiben könnt. 

Dazu zählen zum Beispiel:

  • barrierefreier Zugang

  • kostenloses WLAN

  • Parkmöglichkeiten

  • Termin erforderlich

  • bestimmte Zahlungsmethoden

Diese Attribute wirken auf den ersten Blick nebensächlich, haben aber einen großen Einfluss auf eure Sichtbarkeit. Sie sorgen dafür, dass euer Profil bei gefilterten Suchanfragen erscheint und für bestimmte Nutzergruppen relevanter wird.

Je mehr passende Attribute ihr aktiviert, desto präziser kann Google euer Unternehmen einordnen. Ein klarer Vorteil gegenüber Wettbewerbern mit unvollständigen Profilen.

Produkte und Dienstleistungen detailliert hinterlegen

Ein weiterer wichtiger Bereich sind eure Produkte und Dienstleistungen. Hier solltet ihr nicht nur Schlagworte hinterlegen, sondern eure Angebote klar, verständlich und strukturiert beschreiben.

Besonders hilfreich sind:

  • kurze, präzise Leistungsbeschreibungen

  • konkrete Bezeichnungen statt allgemeiner Begriffe

  • Preisangaben, sofern möglich

  • lokale Bezüge in der Beschreibung

Diese Informationen helfen Google zu verstehen, bei welchen Suchanfragen euer Unternehmen relevant ist. Gleichzeitig erhöhen sie die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer direkt über das Profil Kontakt aufnehmen, ohne erst eure Website besuchen zu müssen.

Social Media Links: Verbindet eure Kanäle

Im Jahr 2026 betrachtet Google euer Unternehmen nicht isoliert, sondern als gesamte Entität (Markenpersönlichkeit). Dazu gehört zwingend die Vernetzung mit euren Social-Media-Kanälen. Google zeigt Profile von Instagram, LinkedIn, TikTok, Facebook oder YouTube mittlerweile prominent direkt im Unternehmensprofil an.

Das hat zwei Vorteile:

  1. Cross-Channel-Traffic: Interessenten können mit einem Klick von Maps zu eurem Instagram-Portfolio oder eurem LinkedIn-Profil springen, um sich ein besseres Bild zu machen.

  2. Validierung für die KI: Für die Google-KI sind verknüpfte Social-Media-Profile ein starkes Vertrauenssignal ("Trust Signal"). Sie bestätigen, dass ihr eine echte, aktive Marke seid.

Achtet also darauf, die Links zu euren sozialen Netzwerken im Backend des Unternehmensprofils zu hinterlegen. Ein Profil ohne diese Vernetzung wirkt heute unvollständig.

Fotos und Videos: Visuelle Signale für Vertrauen und SEO

Bilder und Videos sind weit mehr als ein nettes Extra. Sie gehören zu den stärksten Engagement-Faktoren im Google Unternehmensprofil. Profile mit hochwertigen visuellen Inhalten erhalten deutlich mehr Klicks, Anfragen und Wegbeschreibungen als Profile ohne Bilder.

Empfohlene Inhalte sind unter anderem:

  • Außenansichten zur Wiedererkennung vor Ort

  • Innenräume, um Atmosphäre zu vermitteln

  • Teamfotos für Vertrauen und Persönlichkeit

  • Produkt- oder Leistungsbilder

  • kurze Videos mit 10 bis 30 Sekunden Länge

Wichtig ist nicht nur die Anzahl, sondern auch die Aktualität. Regelmäßig neue Bilder signalisieren Google, dass euer Unternehmen aktiv ist und gepflegt wird. Gleichzeitig wirken aktuelle Fotos vertrauenswürdiger auf potenzielle Kunden.

Gerade für lokale Unternehmen gilt: Menschen möchten sehen, wo sie hingehen und mit wem sie es zu tun haben. Gute Bilder machen euer Profil lebendig, glaubwürdig und greifbar.

Map view showing the Sportstech Store Berlin location, with store details and images displayed on the left side.

Nicht nur eure eigenen Fotos, auch die Fotos, die Kunden über ihre Bewertungen hochladen, werden bei Google prominent angezeigt. Ihr solltet also unbedingt auch die Fotos eurer Kunden verwalten.

Google Beiträge nutzen: mehr Sichtbarkeit & Aktionen

Google Beiträge sind kurze Updates, die direkt in eurem Google Unternehmensprofil, in der Suche und bei Google Maps erscheinen. Sie funktionieren ähnlich wie Social-Media-Posts, haben aber einen entscheidenden Vorteil: Nutzer sehen sie genau in dem Moment, in dem sie aktiv nach einem Unternehmen, einer Leistung oder einem Angebot suchen.

Über Google Beiträge könnt ihr unter anderem:

  • Angebote und Aktionen bewerben, zum Beispiel zeitlich begrenzte Rabatte

  • Events und Veranstaltungen ankündigen

  • Neuigkeiten aus eurem Unternehmen teilen

  • einzelne Produkte oder Dienstleistungen hervorheben

Diese Beiträge erhöhen die Aufmerksamkeit für euer Profil und sorgen für mehr Interaktionen wie Klicks auf die Website, Anrufe oder Routenanfragen. Gleichzeitig signalisieren sie Google, dass euer Profil aktiv und aktuell ist.

Wichtig ist dabei weniger die Perfektion der Inhalte, sondern die Regelmäßigkeit. Schon ein Beitrag pro Woche reicht aus, um Google kontinuierlich neue Signale zu liefern. Ein einfacher Posting-Plan hilft dabei, Google Beiträge fest in euren Marketing-Alltag zu integrieren und euer Unternehmensprofil dauerhaft sichtbar zu halten.

A woman with headphones stands outdoors, enjoying music. The image promotes Spotify Advertising. German text is visible around the picture.

Aktuelle Beiträge, Nachrichten und Updates in eurem Google Unternehmensprofil signalisieren Google, dass hinter eurem Profil ein echtes, aktives Unternehmen steht.

Rezensionen sammeln und professionell darauf reagieren

Kundenbewertungen gehören zu den wichtigsten Faktoren für die lokale Sichtbarkeit. Google nutzt Rezensionen nicht nur als Vertrauenssignal für Nutzer, sondern auch als Bewertungskriterium für die Platzierung in lokalen Suchergebnissen. 

Unternehmen mit vielen aktuellen und überwiegend positiven Bewertungen werden häufiger angezeigt und wirken deutlich attraktiver als Profile ohne oder mit veralteten Rezensionen.

Positive Bewertungen sorgen für:

  • bessere Sichtbarkeit in der lokalen Suche

  • mehr Vertrauen bei potenziellen Kunden

  • höhere Klickzahlen und mehr Anfragen

Deshalb solltet ihr zufriedene Kunden aktiv dazu ermutigen, eine Bewertung zu hinterlassen. Das kann ganz einfach passieren, zum Beispiel über QR-Codes im Geschäft, einen Hinweis auf der Rechnung oder eine kurze Follow-Up-Mail nach dem Kauf oder der Dienstleistung.

Mindestens genauso wichtig wie das Sammeln von Bewertungen ist der Umgang mit Feedback. Reagiert auf jede Rezension, egal ob positiv oder kritisch. Bedankt euch für positives Feedback und geht bei negativer Kritik ruhig, sachlich und lösungsorientiert vor. Eine professionelle Antwort zeigt nicht nur dem Bewertenden, sondern auch allen anderen Profilbesuchern, dass ihr Feedback ernst nehmt.

Für Google und potenzielle Kunden ist ein aktiver Umgang mit Bewertungen ein klares Signal für Seriosität, Kundenorientierung und Aktualität und damit ein wichtiger Baustein für ein starkes Google Unternehmensprofil.

Popup window with options to receive customer reviews via link, email, WhatsApp, or QR code, in a web interface. Text in German.

Ihr könnt nicht nur über Mail, WhatsApp und Facebook, sondern auch über einen QR-Code (zum Beispiel auf Flyern oder auf eurer Website) um Rezensionen bitten.

Q&A und Messaging: Interaktion gezielt erhöhen

Der Q&A-Bereich im Google Unternehmensprofil bietet Nutzern die Möglichkeit, direkt Fragen zu stellen. Dieser Bereich wird häufig unterschätzt, kann aber einen echten Mehrwert bieten, wenn er aktiv gepflegt wird.

Hier könnt ihr zum Beispiel:

  • häufige Fragen proaktiv beantworten

  • Informationen zu Parkmöglichkeiten, Terminabläufen oder Besonderheiten geben

  • Unsicherheiten vor der Kontaktaufnahme abbauen

Ein aktiv gepflegter Q&A-Bereich sorgt nicht nur für bessere Nutzererfahrung, sondern wirkt sich auch positiv auf eure Sichtbarkeit aus. Google bewertet Interaktionen als Qualitätsmerkmal und erkennt, dass euer Profil relevant und aktuell ist.

Zusätzlich solltet ihr die Messaging-Funktion aktivieren. So können Interessenten euch direkt über das Unternehmensprofil kontaktieren. Schnelle und verlässliche Antworten verbessern die User Experience und senden gleichzeitig positive Engagement-Signale an Google.

Insights und Performance messen

Business profile analytics displaying 595 views and 85 searches from Aug. 2025 to Jan. 2026, with pie chart and search term breakdown.

Google stellt euch über euer Google Unternehmensprofil viele Insights automatisch zur Verfügung.

Google stellt euch umfangreiche Statistiken zur Verfügung, mit denen ihr die Performance eures Unternehmensprofils besser einschätzen könnt. 

Dazu gehören unter anderem:

  • wie oft euer Profil in der Suche oder bei Maps angezeigt wurde

  • wie häufig Nutzer auf eure Website geklickt oder euch angerufen haben

  • über welche Suchbegriffe euer Unternehmen gefunden wurde

Diese Daten helfen euch zu verstehen, welche Inhalte funktionieren und wo Optimierungspotenzial besteht. Ihr erkennt zum Beispiel, ob bestimmte Leistungen besonders häufig gesucht werden oder ob Beiträge und Fotos zu mehr Interaktionen führen.

Pro-Tipp: Echte Performance messen mit UTM-Parametern 

Die internen Google-Statistiken sind gut, aber oft nicht präzise genug, wenn es um das Verhalten auf eurer Website geht. In Google Analytics landet Traffic aus dem Unternehmensprofil oft im allgemeinen Topf "Organic Search" oder "Direct".

Um genau zu sehen, wie viel Umsatz oder Leads euer Profil bringt, solltet ihr an die Website-URL in eurem Profil einen sogenannten UTM-Parameter anhängen. Das sieht dann zum Beispiel so aus: www.eure-firma.de?utm_source=google&utm_medium=organic&utm_campaign=google_business_profile

Damit könnt ihr in euren Analysetools glasklar unterscheiden: Wer kam über die normale Google Suche und wer kam gezielt über den lokalen Maps-Eintrag? Wer Daten hat, kann Budget und Zeit besser investieren.

So könnt ihr gezielt nachjustieren und besser einschätzen, welchen tatsächlichen Mehrwert euer Google Unternehmensprofil für euer Unternehmen liefert.

Advanced Taktiken für Filialketten und mehrere Standorte

Unternehmen mit mehreren Standorten oder Filialen sollten besonders strukturiert vorgehen. Jeder Standort sollte ein eigenes Google Unternehmensprofil haben, mit individueller Adresse, eigenen Öffnungszeiten, standortspezifischen Fotos und lokalen Inhalten.

Das sorgt für maximale regionale Sichtbarkeit und verhindert, dass eure Standorte miteinander konkurrieren.

Zusätzlich ist lokales Keyword-Targeting entscheidend. Jeder Standort sollte klar mit seiner Stadt oder seinem Stadtteil verknüpft sein, damit Google eindeutig zuordnen kann, bei welchen lokalen Suchanfragen welches Profil ausgespielt werden soll.

Eine konsistente Struktur ist dabei unerlässlich. Einheitliche NAP-Daten, eine klare interne Organisation und ein wiedererkennbarer Aufbau helfen Google zu verstehen, dass es sich um ein zusammengehörendes Filialnetz handelt.

Map of central Europe showing locations of Finstral stores with red markers, search results and photos on the left.

Mehrere Filialen und Standorte sollten alle eigene Unternehmensprofile bei Google haben, um vor Ort gefunden zu werden, zugleich aber klar eurer Marke zugeordnet werden können.

Häufige Fehler und wie ihr sie vermeidet

Viele Unternehmen schöpfen das Potenzial ihres Google Unternehmensprofils nicht aus, obwohl die Grundlagen oft schnell umgesetzt wären. Stattdessen geht wertvolle lokale Sichtbarkeit durch vermeidbare Fehler verloren, die sich direkt auf Rankings, Klickzahlen und Anfragen auswirken können.

Zu den häufigsten Fehlern gehören:

Unvollständige oder veraltete Profilinformationen

Ein Profil, das nicht vollständig ausgefüllt oder seit längerer Zeit nicht aktualisiert wurde, wirkt für Google und Nutzer gleichermaßen unattraktiv. Fehlende Öffnungszeiten, alte Website-Links oder nicht gepflegte Leistungsbeschreibungen können dazu führen, dass euer Unternehmen bei relevanten Suchanfragen gar nicht oder nur selten ausgespielt wird.

Gerade bei saisonalen Änderungen, Feiertagen oder neuen Angeboten ist es wichtig, die Informationen regelmäßig zu überprüfen und anzupassen.

Unterschiedliche Schreibweisen von Name, Adresse oder Telefonnummer

Inkonsistente NAP-Daten gehören zu den größten Stolperfallen im Local SEO. Unterschiedliche Schreibweisen, abweichende Telefonnummern oder alte Adressen verwirren nicht nur potenzielle Kunden, sondern auch Google.

Das Ergebnis: Google kann euer Unternehmen schlechter zuordnen und stuft das Profil im Zweifel als weniger vertrauenswürdig ein. Einheitliche Daten über alle Online-Kanäle hinweg sind daher ein zentraler Erfolgsfaktor.

Keyword-Stuffing im Unternehmensnamen (Achtung: Sperrgefahr!)

Ein Fehler, der 2026 härter bestraft wird als je zuvor, ist das sogenannte Keyword-Stuffing im Unternehmensnamen. Viele versuchen immer noch, Keywords in den Namen zu schmuggeln, um besser gefunden zu werden (z. B. „Müller Marketing – Beste SEO Agentur Berlin & Webdesign“ statt nur „Müller Marketing“).

Die KI-Systeme von Google gleichen euren Namen heute in Echtzeit mit dem Handelsregister, eurem Impressum und Schildern auf Street-View-Bildern ab. Stimmt der Name im Profil nicht mit der Realität überein, droht die sofortige Profil-Sperrung (Suspension). Ist das Profil einmal gesperrt, verschwindet ihr komplett aus Maps und der Suche. Der Wiederherstellungsprozess ist bürokratisch und kann Wochen dauern – Wochen, in denen ihr für Neukunden unsichtbar seid. Bleibt beim Namen also strikt bei der Wahrheit.

Fehlende oder veraltete Fotos

Profile ohne aktuelle Bilder wirken schnell unpersönlich oder sogar unseriös. Veraltete Fotos, die nicht mehr zur aktuellen Situation passen, können zusätzlich für Enttäuschung sorgen, wenn die Erwartungen der Nutzer nicht erfüllt werden.

Regelmäßig neue Fotos zeigen, dass euer Unternehmen aktiv ist, vermitteln Vertrauen und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer auf euer Profil klicken oder Kontakt aufnehmen.

Keine Reaktionen auf Bewertungen

Bewertungen zu ignorieren ist ein häufiger Fehler. Unbeantwortete Rezensionen, vor allem kritische, hinterlassen bei potenziellen Kunden einen schlechten Eindruck. Gleichzeitig verschenkt ihr ein wichtiges Signal für Google.

Wer aktiv auf Bewertungen reagiert, zeigt Kundenorientierung und Professionalität. Das gilt für positives Feedback genauso wie für sachlich formulierte Kritik.

Seltene oder gar keine Beiträge

Ein Unternehmensprofil ohne aktuelle Beiträge wirkt schnell „verlassen“. Wenn der letzte Beitrag Monate zurückliegt, fehlt ein wichtiges Aktivitätssignal für Google.

Regelmäßige Google Beiträge zeigen, dass euer Unternehmen lebt, aktuell ist und relevante Informationen bietet. Schon ein kurzer Beitrag pro Woche kann ausreichen, um eure Sichtbarkeit zu stabilisieren oder sogar zu verbessern.

Notfall-Plan: Was tun, wenn das Profil gesperrt wird?

Trotz aller Vorsicht kann es passieren: Google sperrt euer Profil ("Suspension"). Das Profil ist dann nicht mehr öffentlich sichtbar. In diesem Moment machen viele Unternehmer aus Panik den größten Fehler: Sie erstellen einfach ein neues Profil. Tut das auf keinen Fall! Ein neues Profil zu erstellen, verstößt gegen die Richtlinien (Doppelter Eintrag) und verschlimmert die Situation massiv. Ihr verliert zudem alle gesammelten Bewertungen.

Der korrekte Weg zur Wiederherstellung sieht so aus:

  1. Ruhe bewahren und Ursache prüfen: Lest die Google-Richtlinien genau durch. Habt ihr Keywords im Namen? Ist die Adresse korrekt? Handelt es sich um ein reines Online-Business ohne Kundenverkehr vor Ort (was oft nicht erlaubt ist)?

  2. Fehler beheben: Ändert die falschen Daten im gesperrten Profil. Entfernt alles, was gegen die Richtlinien verstoßen könnte.

  3. Wiederherstellungsantrag stellen: Nutzt ausschließlich das offizielle Formular von Google für den "Reinstatement Request".

  4. Beweise liefern: Ladet Dokumente hoch, die eure Existenz an der Adresse beweisen (Gewerbeschein, Foto vom Firmenschild, Mietvertrag).

Der Prozess kann einige Tage dauern, ist aber der einzige Weg, euer Ranking und eure Bewertungen langfristig zu retten.

Infographic about common Google business profile mistakes and solutions, detailing six main pitfalls and how to avoid them.

Diese Fehler solltet ihr in eurem Google Unternehmensprofil unbedingt vermeiden.

Besonderheit 2026: Authentizität wird zum Rankingfaktor

Google geht 2026 nicht nur konsequenter gegen Fake Reviews und manipulierte Bewertungen vor, sondern bewertet Bewertungen inzwischen kontextuell

Das bedeutet: Es zählt nicht mehr nur die Anzahl der Rezensionen, sondern auch deren Glaubwürdigkeit, Aktualität und inhaltliche Qualität.

Gekaufte, incentivierte oder auffällig gleichförmige Bewertungen werden zunehmend erkannt und entfernt. In manchen Fällen kann das sogar dazu führen, dass das gesamte Unternehmensprofil an Sichtbarkeit verliert oder temporär eingeschränkt wird. Besonders kritisch sind Bewertungen ohne Text, unrealistisch hohe Bewertungsfrequenzen oder identische Formulierungen.

Für Unternehmen bedeutet das eine klare Verschiebung der Prioritäten: Nicht Masse um jeden Preis, sondern echte, nachvollziehbare Kundenerfahrungen sind entscheidend.

Bewertungen als Vertrauenssignal für KI-Suchen

Mit der wachsenden Bedeutung von KI-gestützten Suchergebnissen spielen Bewertungen eine zusätzliche Rolle. Systeme wie Google AI Overviews, Gemini oder andere generative Suchlösungen greifen bevorzugt auf vertrauenswürdige, konsistente und aktuelle Datenquellen zurück.

Bewertungen sind dabei ein zentrales Signal, um einzuschätzen:

  • ob ein Unternehmen tatsächlich aktiv ist

  • wie aktuell die Informationen sind

  • wie andere Nutzer die Leistung bewerten

Profile mit glaubwürdigen Rezensionen, differenzierten Texten und aktiver Interaktion haben deutlich bessere Chancen, in KI-Zusammenfassungen berücksichtigt zu werden.

Transparenter Umgang mit Kritik wird sichtbar belohnt

Auch negative Bewertungen sind kein Nachteil, wenn professionell damit umgegangen wird. Im Gegenteil: Ein Profil mit ausschließlich perfekten Bewertungen wirkt schnell unglaubwürdig.

Google erkennt, ob Unternehmen:

  • auf Kritik reagieren

  • Lösungen anbieten

  • sachlich und respektvoll kommunizieren

Ein transparenter Umgang mit Feedback stärkt nicht nur das Vertrauen potenzieller Kunden, sondern signalisiert Google und KI-Systemen, dass es sich um ein reales, ernstzunehmendes Unternehmen handelt.

Fazit: So gewinnt ihr lokale Sichtbarkeit mit eurem Google Unternehmensprofil 2026

Ein Google Unternehmensprofil ist heute mehr als ein einfacher Eintrag. Es ist eine dynamische SEO-Plattform, die entscheidet, ob ihr in lokalen Suchergebnissen sichtbar seid oder nicht.

Checkliste für mehr Sichtbarkeit: 

  • Profil vollständig ausgefüllt

  • Keyword-optimierte Beschreibung

  • Fotos & Videos regelmäßig aktualisiert

  • Rezensionen gesammelt & beantwortet

  • Google Posts regelmäßig veröffentlicht

  • Q&A & Messaging genutzt

  • Insights ausgewertet und angepasst

Wenn ihr diese Schritte konsequent umsetzt, hebt ihr euch von der Konkurrenz ab und nutzt eine der wirkungsvollsten, kostenlosen Maßnahmen für lokale Sichtbarkeit überhaupt.

Quellen


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