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Kaum jemand kommt heutzutage noch um Social Media Netzwerke herum und so verwundert es auch nicht, dass sich Vorurteile gegenüber einzelnen Plattformen und ihren Usern hartnäckig halten. So scheint Facebook mittlerweile von Omas und Opas eingenommen zu werden, während auf Instagram retuschierte Frauen vollkommen überteuerte Produkte in die Kamera halten. Kaum eine Plattform kommt ohne diese Vorurteile aus, manche beziehen sich auch mehr auf die Social Media Welt im Allgemeinen – doch welche davon sind nun wirklich wahr?

 

1. “Ohne Fans und Follower funktioniert im Social Media Marketing nichts.”

An sich klingt diese Feststellung nicht falsch. Egal ob auf Facebook oder Instagram, immernoch sind Follower ein wichtiges Indiz für die Bekanntheit einer Marke. Doch ein großes Problem hat in den letzten Jahren Einzug gehalten in die sozialen Netzwerke: organische Reichweite ist nicht mehr leicht generiert. Es reicht heutzutage kaum noch aus schöne Fotos mit guten Texten zu versehen, da vielen Usern diese Art von Content nur noch in einem geringen Maß angezeigt wird – aus Sicht der Plattformen logisch, verdienen diese doch an organischem Content kein Geld. Aus Sicht der kleinen Firmen mit geringem Budget kann dies jedoch ein großes Hindernis sein, Bekanntheit zu erlangen, denn diese Reichweite muss via Advertising dazugekauft werden.

 

2. “Social Media ist nur etwas für junge Menschen.”

Allein in Deutschland nutzen 18 Mio. Menschen über 35 Plattformen wie Facebook. Dass Social Media Plattformen also ein Phänomen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist, kann klar widerlegt werden.

 

3. “Social Media und das B2B-Marketing funktionieren nicht zusammen.”

Business bleibt Business und Social Media ist nicht ernst genug für Business – oder? Was viele bei dieser Aussage vergessen, ist dass auch Geschäftsleute Menschen sind. Auch die erfolgreichsten Menschen dieser Welt haben ein Facebook- oder LinkedIn-Profil und scrollen in ihrem Feed hoch und runter.
Was tatsächlich stimmt, ist dass die Zielgruppenfindung auf Social Media für B2B-Unternehmen schwieriger sein kann. Wer heutzutage noch über Print verkauft, schickt seine Kataloge einfach an Unternehmen, die er über Google Maps gefunden hat. In den sozialen Medien ist das nicht ganz so einfach, doch nicht im geringsten unmöglich: Speziell LinkedIn bietet gute Möglichkeiten beispielsweise ausschließlich Geschäftsführer oder Menschen mit speziellen Berufsbezeichnungen anzusprechen. Demnach ist auch das B2B-Marketing mittlerweile in den sozialen Medien angekommen.

 

4. “Auf Pinterest treiben sich nur Frauen herum, die gerne basteln”

Zugegeben, mit einem Männeranteil von 30% sind die Herren der Schöpfung tatsächlich in der Unterzahl. Doch das hält uns nicht davon ab, die wirklich überragenden Pinterest-Statistiken zu präsentieren: So sagen 98% der Pinterest-User, dass sie Dinge, die sie auf Pinterest finden, ausprobieren. 90% kunden ihre Optionen vor einem Kauf auf Pinterest aus und 72% haben schon etwas gekauft, das sie vorher auf Pinterest entdeckt haben. An diese Zahlen kommt kaum eine andere Plattform ran, was auch der Grund dafür ist, dass Marketer Pinterest nicht abtun sollten.

 

5. “Der Instagram Feed stirbt”

Seit der Einführung der Instagram Stories erfahren diese einen Beliebtheitsboost. Schon heute berichten viele User, dass sie fast ausschließlich die Storys gucken während der Feed vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit bekommt.
Richtig ist, dass mit einer Instagram Story heutzutage mehr Awareness generiert werden kann als mit einem Instagram Feed Post. Doch gleichzeitig werden Instagram Storys häufig übersprungen oder weggeklickt, wenn der Content nicht innerhalb von einer Sekunde überzeugt, wohingegen Feed-Beiträge oft eine beständigere Awareness generieren.

 

6. “TikTok? Kenn ich nicht, ich bin doch kein 12-jähriges Mädchen”

TikTok ist wohl die jüngste aller hier genannten Plattformen – und doch die am schnellsten wachsende. Auch hier sind die Frauen überrepräsentiert, während es nur 41 Prozent Männer gibt. Es ist richtig, dass TikTok hauptsächlich junge Nutzer anzieht, so sind 73 Prozent der Nutzer jünger als 35. Im Vergleich: das ist nur ein Prozentpunkt mehr als bei Instagram-Nutzern! Mit über 500 Millionen Nutzern auf TikTok investieren viele Unternehmen nachhaltig in ihre eigene Zukunft wenn sie TikTok als Marketing-Plattform nutzen.

 

7. “Facebook’s Zeit ist um”

Ja, Facebook gilt mittlerweile als alter Hase unter den Social Media Netzwerken und verliert hier in Deutschland sogar leicht an Usern. Dies ist jedoch in keinstem Maß repräsentativ für den weltweiten Status von Facebook, da gesamt gerechnet die Anzahl der Facebook-User noch immer konstant steigt. Außerdem erreichen Unternehmen, die auf Facebook werben, eine sehr heterogene Masse, da sich Facebook mittlerweile in allen Altersgruppen durchgesetzt hat. Als letzten Punkt, der für Facebook als Werbeplattform spricht, möchten wir die unglaublich breit gefächerten Möglichkeiten des Marketings nicht ungenannt lassen.

 

8. “Die Customer Journey muss in den sozialen Medien nicht beachtet werden”

Oh doch! Die Customer Journey beschreibt den Kaufprozess eines Kunden, vom Aufmerksamwerden über die Recherche bis hin zum Status als Stammkunde. Und gerade in den sozialen Medien kann die Customer Journey gut nachverfolgt werden, teilweise ist es sogar möglich, die gesamte Customer Journey in nur einer Plattform zu durchlaufen. Diese nun zu ignorieren wäre grob fahrlässig.

 

9. “Den Erfolg einer Kampagne erkennt man in den sozialen Medien ausschließlich an der Anzahl an Likes und Shares.”

Wie bei jeder Marketingkampagne misst man den Erfolg einer Kampagne an dem, was man sich als Ziel überlegt hat. Habe ich mir vorher die Reach zum Ziel gesetzt, sollte ich mich auch nur daran orientieren und dann nicht die Klick-Zahlen oder Kommentare in den Vergleich zu vorherigen Kampagnen setzen. Für jede Marketing-Objective gibt es passende Kennzahlen, die weit über Likes und Shares hinausgehen und so als wertvolle vergleichbare KPIs erhoben werden können.

 

10. “Je mehr Plattformen du bespielst, desto besser bist du aufgestellt”

Fast jedes Unternehmen hat diesen Fehler gemacht: obwohl weder die kreativen Ideen, noch das Personal für ein neues Netzwerk reichten, wurde das Bespielen eines neuen Kanals angeordnet. Doch nach nur kurzer Zeit lag der Kanal wieder brach, meist weil sich die Zahlen einfach nicht verbessern wollten. Deswegen hier unser Rat: bespielen Sie lieber 2 Plattformen, die zu Ihrer Zielgruppe passen mit gutem, qualitativ hochwertigen Content als 4 Plattformen, die nur die Randbereiche Ihrer Zielgruppe abgrasen mit Content, der zwischen Tür und Angel erstellt wurde. Konzentrieren Sie sich auf das, worin Sie gut sind und stecken Sie all Ihre Energie in eine Plattform, deren User sich über Ihren Content freuen – und stellen Sie die Netzwerke, bei denen Ihre Zielgruppe nur spärlich vertreten ist, hinten an.

 

 

Mit diesen interessanten Fakten über die Social Media Welt bedanken wir uns für Ihre Aufmerksamkeit. Sollten Sie Fragen oder Anregungen haben, zögern Sie nicht, uns über das Kontaktformular zu kontaktieren!

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