15 häufige SEO-Fehler, die ihr unbedingt vermeiden müsst

15 häufige SEO-Fehler, die ihr unbedingt vermeiden müsst

Veröffentlicht am 27. März 2024

Sissy Scheible

Sissy Scheible

Google Marketing

SEO-Fehler - Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Google-Algorithmus ändert sich ständig und somit müsst ihr auch eure Bemühungen in der Suchmaschinenoptimierung (SEO) ständig anpassen

  • Damit eure SEO-Bemühungen nicht von euch selbst zunichte gemacht werden, gilt es die gängigsten SEO-Fehler zu vermeiden.

  • Fehler wie Keyword Stuffing, Hidden Content, fehlende Meta-Elemente, falsche Überschriftenstrukturen und schlechte Verlinkungen können zu einem schlechteren Ranking führen. 

  • Wir haben die 15 häufigsten SEO-Fehler für euch zusammengefasst.

Wer in der Suchmaschinenoptimierung (SEO) arbeitet weiß, dass dieser Bereich ständigen Veränderungen  unterliegt. Der Algorithmus von Google ändert sich immer wieder, um die Suchergebnisse für die Nutzer konstant zu verbessern. Die eine SEO-Strategie, die immer funktioniert, gibt es somit nicht, stattdessen sind immer wieder Anpassungen nötig. Damit eure ständigen Bemühungen um ein gutes Ranking nicht durch vermeidbare Fehler zunichte gemacht werden, haben wir die häufigsten SEO-Fehler für euch zusammengestellt. 

Lange Ladezeiten

Für die Internetnutzer muss alles schnell gehen. Hat eine Website eine zu lange Ladezeit, dann werden die User diese vorzeitig wieder verlassen. Das sendet schlechte Nutzersignale an Google. Aber auch der Algorithmus selbst bevorzugt schnelle Websites, da er den Nutzern ein gutes Nutzererlebnis bieten möchte. Ihr müsst die Ladezeiten eurer Website daher unbedingt optimieren, zum Beispiel indem ihr große Bilder komprimiert, zu große Dateien eliminiert und eure Serverleistung verbessert.   

Schlechter Content

Das mit Abstand Wichtigste an eurer Website ist der Content. Zu kurze, ungenau beschriebene, schlecht recherchierte oder nicht hilfreiche Inhalte werden nicht nur von den Nutzern, sondern auch vom Algorithmus abgestraft. 

Ihr müsst euren Besuchern mit euren Inhalten einen Mehrwert bieten, mit dem ihr euch von den Websites der Mitbewerber abhebt. Eure Texte müssen leserfreundlich und informativ sein. Verwendet kurze, übersichtliche Absätze und Bullet Points. Zudem müsst ihr eure Texte mit ansprechenden optischen Inhalten, wie Bilder, Infografiken oder Videos zu einem echten Hingucker machen. Je höher die Verweildauer der User auf eurer Website ist, desto besser sind wiederum die Signale, die dadurch an Google gesendet werden.  

Duplicate Content

Es dürfte jedem klar sein, dass es eine schlechte Idee ist, die Inhalte anderer Websites einfach zu kopieren. Doch das alleine ist mit Duplicate Content nicht gemeint, denn doppelte Inhalte können sich auch auf eurer eigenen Website finden. Duplicate Content bezieht sich auf identische oder nahezu identische Inhalte, die auf verschiedenen URLs über verschiedene Websites hinweg oder innerhalb derselben Website erscheinen. Google hat dann Probleme damit zu entscheiden, welche Seite priorisiert werden soll. Dies kann zu einer Abstufung eures Rankings führen oder dazu, dass die entsprechende Seite gar nicht erst in den Suchergebnissen auftaucht. 

Häufige Gründe für Duplicate Content sind:

  • Eure Homepage ist mit und ohne www erreichbar

  • Eure Homepage ist sowohl mit http als auch mit https erreichbar

  • Nach einem Domain-Umzug sind eure alten Seiten noch unter der alten Domain erreichbar und bei Google indexiert und die neue Domain bietet nun die gleichen Inhalte mit neuer URL. 

  • Print-Versionen von Seiten eurer Website sind zwar ein freundliches Angebot an die Nutzer, für euer SEO aber oft schädlich, da auch Google diese Seiten erkennt und sie als Duplicate Content einstufen kann. 

Weitere Gründe für Duplicate Content und wie ihr Duplicate Content vermeiden könnt, lest ihr HIER.

Hidden Content

Hidden Content war lange Zeit eine beliebte Methode, um Suchmaschinen zu manipulieren. Hidden Content bezieht sich auf Texte oder Inhalte einer Website, die für den User nicht sichtbar sind, dafür aber für die Suchmaschine. Dies ist zum Beispiel möglich, indem der Text in der gleichen Farbe geschrieben wird wie der Hintergrund, indem Inhalte außerhalb des sichtbaren Bereichs einer Seite platziert werden oder indem die Schriftgröße eines Textes auf null gesetzt wird. So konnten zum Beispiel Keywords gehäuft verwendet werden, ohne dass es dem User auffiel. Theoretisch ist das auch heute noch möglich, ihr solltet es aber tunlichst vermeiden, da Google Hidden Content inzwischen wesentlich besser als solchen erkennt und abstraft, teils sogar mit der Sperrung der kompletten Website bei Google. 

Es gibt aber auch erlaubten Hidden Content, zum Beispiel zum Einbau eines Tracking-Pixels oder wenn Elemente der Desktop-Version in der Mobile-Version zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit versteckt werden.

Keyword Stuffing

Früher galt: Je öfter das Keyword auf eurer Seite vorkommt, desto besser werdet ihr dafür gefunden. Das ist aber schon lange nicht mehr so. Inzwischen stuft Google das sogenannte Keyword Stuffing als Manipulationsversuch oder als Spam ein und straft Websites dafür ab. 

Nun gilt: Verwendet eure Keywords auf natürliche Weise und vermeidet es, sie übermäßig viel zu verwenden. Als Faustregel gilt eine Keyworddichte von 1-2% pro Seite

Falsche Keywords

Um mit eurer Website von eurer Zielgruppe bei Google gefunden zu werden, müsst ihr die für euch passenden Keywords finden. Versucht zum Beispiel nicht, mit den Riesen in eurer Branche um globale Keywords zu konkurrieren. Wenn ihr z.B. ein Make-up Start-up seid, dessen Make-up nicht nur schön aussieht, sondern zum Beispiel auch eine Anti-Aging-Wirkung hat, dann versucht nicht für das Keyword Make-up, sondern u.a. für Keyword-Kombinationen aus Make-up und Anti-Aging zu ranken, wie zum Beispiel “Anti-Aging Make-up” oder “Make-up mit Anti-Aging-Wirkung”. Welche Keywords für euch richtig sind, könnt ihr mit Hilfe einer Keyword-Analyse herausfinden. 

Keine oder schlechte mobile Optimierung

Rund 89,2 Prozent aller Internetnutzer nutzen dieses auch über das Smartphone. Wenn eure Website für diese Art der Nutzung nicht optimiert ist, werden die User dort nicht lange verweilen. Das wiederum sendet schlechte Nutzersignale an Google, was sich negativ auf euer Ranking auswirkt. Zudem geben 61 Prozent der Nutzer an, dass sie einer Website, die sich mit dem Smartphone nur schlecht öffnen lässt oder nicht gut angezeigt wird, keine zweite Chance geben würden. Es ist somit unbedingt notwendig, eure Website für mobile Endgeräte zu optimieren, nicht nur für euer Ranking, sondern auch, damit ihr keine Kunden verliert.

Keine Meta-Elemente

Wird eure Website in den Suchergebnissen der Nutzer angezeigt, ist es wichtig, dass diese auch möglichst interessant und einladend wirkt. Hierbei helfen euch Meta-Elemente, wie Title-Tags oder Meta-Descriptions.

Title-Tags

Das erste, was ein User von euch in den Suchergebnissen sieht, ist der Seitentitel. Dieser ist somit ein entscheidendes Element dafür, ob der Nutzer sich auf eure Seite klickt. Ist er langweilig und nicht informativ, wird der Nutzer weiterscrollen. 

Recherchiert daher, welche Seitentitel eure Mitbewerber für ähnliche Seiten verwenden. Hebt euch dann mit eurem Title-Tag von diesen ab, indem ihr Aufmerksamkeit erregt und bereits wichtige Informationen über den zu erwartenden Inhalt eurer Seite vermittelt. Natürlich muss auch euer Hauptkeyword in dem Title-Tag enthalten sein. 

Meta-Descriptions

Die Meta-Description ist eine kurze Beschreibung des Inhalts der Seite oder des Artikels, der in den Suchergebnissen angezeigt wird. Hier könnt ihr die Informationen, die bereits im Title-Tag enthalten sind, noch etwas erweitern. Die Beschreibung sollte jedoch möglichst kurz und knapp sein, nicht länger als 160 Zeichen, um dem Nutzer auch vollständig angezeigt zu werden. Auch die Meta-Description sollte das Hauptkeyword enthalten. 

Falsche Überschriftenstrukturierung

Dass es pro Webseite nur eine h1-Überschrift geben darf, sollte jedem klar sein. Aber auch die weitere Strukturierung eurer Überschriften muss Sinn ergeben. Achtet daher darauf, bei der Überschriftenstrukturierung keine Fehler zu machen. Einer h1 Überschrift folgt immer eine h2 Überschrift, dieser eine h3 Überschrift, etc. Websites, die die Überschriften wild und unsinnig kombinieren, büßen dafür Punkte im Ranking ein.

Die unterschiedlichen Tags (h1, h2, h3,...) geben die Wichtigkeit eurer Überschriften an. In der h1-Überschrift sollte somit unbedingt das Hauptkeyword enthalten sein, wenn möglich auch in einigen der h2- und h3-Überschriften, aber ohne Keyword Stuffing zu betreiben.  

Verlinkungsfehler

Links sind toll und praktisch, sowohl um die User auf weitere Seiten von euch zu leiten, aber auch, um ihnen mit externen Links Hinweise zu geben, wo sie sich weitere Informationen holen können oder welche Quellen ihr bemüht habt. Doch sowohl bei der internen als auch bei der externen Verlinkung werden häufig Fehler gemacht.  

Keine oder schlechte interne Verlinkungen

“Hier klicken”, “Mehr Infos” oder “Lest hier weiter”. Wer solche internen Links verwendet, hat die Wichtigkeit von internen Links, sowohl für die Navigation der Nutzer aber auch für die Indexierung durch die Crawler, nicht verstanden. So verlinkt ihr richtig:

Ihr solltet eure internen Seiten so gut wie möglich miteinander verlinken, aber ohne dabei zu übertreiben, damit die Seiten von den Crawlern optimal indexiert werden können. Beschränkt euch darauf, Seiten zu verbinden, die inhaltlich in einem Zusammenhang stehen, um inhaltliche Relevanz zu gewährleisten. Vermeidet dabei Linktexte wie “hier klicken”, sondern verwendet optimierte Ankertexte, die nicht generisch sind. Euer Ankertext sollte das Keyword enthalten, für das die Seite ranken soll, auf die ihr verlinkt. Ist das zum Beispiel die Kontaktseite, wäre "kontaktiere uns” ein geeigneter Ankertext.  

Keine qualitativen externen Verlinkungen

Bei externen Links machen Unternehmen oft die Fehler, dass sie entweder gar keine externen Links verwenden oder zu viele und Links von schlechter Qualität. Obwohl Quellenangaben und Verweise auf qualitative externe Seiten eure Seite für Google und die Nutzer aufwerten, schadet es eurem Ranking, wenn ihr zu viele Links einbaut, ähnlich wie mit den Keywords. Außerdem: Je mehr externe Links ihr habt, desto weniger wird auf eure internen Links geklickt.

Achtet bei euren externen Links unbedingt darauf, dass diese auf keine toten Seiten verweisen und überprüft eure Verlinkungen in regelmäßigen Abständen. 

Social Media Kanäle ignorieren

Viele Firmen haben keine Social Media Präsenzen, da sie diese als nicht wichtig für das Ranking ihrer Website erachten. Dadurch begehen sie den Fehler, die junge Zielgruppe außer Acht zu lassen und verlieren so wertvollen Traffic.

Eure Social Media Kanäle werden auch für Google immer wichtiger. Inzwischen kann Google eure Social Media Posts auch in euren Google Business Profiles anzeigen. Auch für das Ranking eurer Website und der einzelnen Webseiten wird Social Media immer bedeutsamer. Eure Social Media Kanäle haben zwar keinen direkten Einfluss auf euer Ranking, aber einen indirekten. Immerhin lässt sich damit enorm der Traffic auf eure Website steigern. Ein Großteil der jüngeren Generationen nutzt für Suchen nicht mehr Google oder Bing, sondern Facebook, Instagram und Co. Werdet ihr dort nicht gefunden, wird auch eure Website nicht entdeckt. Somit verpasst ihr die Chance, euren Traffic zu erhöhen und eure Marke damit zu stärken. 

Auch auf Social Media ist es für euch somit wichtig, relevanten Content zu erstellen und auf eure Website zu verlinken

Zu viele KI-Inhalte

Die Veröffentlichung von Chatbots wie ChatGPT hat dazu geführt, dass viele Unternehmen ihre Seiten mit Inhalten füllen, die von KI generiert wurden. Das spart zwar Zeit, kann sich aber, bei einem übermäßigen Einsatz der Künstlichen Intelligenz, als schlecht für euer Ranking erweisen. Google setzt auf hilfreiche Inhalte von Menschen für Menschen. Google toleriert zwar KI-Inhalte, bevorzugt aber, wenn diese als solche gekennzeichnet sind. Ist keine Transparenz zur Contenterstellung und zur Seriosität der Inhalte gegeben, werden die entsprechenden Seiten herabgestuft. Im schlimmsten Fall wir der Seite keine Vertrauenswürdigkeit oder sogar Irreführung attestiert. Generell gilt also auch in Zeiten von KI, qualitativen und vertrauenswürdigen Content für eure Nutzer zu schaffen.

Hier erfahrt ihr mehr über Googles KI-Richtlinien.

Kein Local SEO

Viele Unternehmen sind lokal verortet und haben somit auch eine lokale Zielgruppe. In diesem Fall reicht es nicht aus nur normales SEO zu betreiben. Was hilft es zum Beispiel einem italienischen Restaurant in Aschaffenburg, für den Begriff “Pizzeria” zu ranken, wenn die Pizzeria dann nicht für die Suche “Pizzeria in Aschaffenburg” gefunden wird? Als lokales Unternehmen solltet ihr somit unbedingt Local SEObetreiben. 

Enorm wichtig, um für lokale Suchanfragen gefunden zu werden, sind Local Listings. Ihr müsst also in den für eure Branche wichtigsten Online-Verzeichnissen mit euren NAP-Daten eingetragen sein, um bei Google in lokalen Suchen weit oben gefunden zu werden. 

Fazit

Natürlich gibt es noch mehr Fehler, die euch in der Suchmaschinenoptimierung passieren können. Wenn es euch aber gelingt, die aufgeführten Fehler zu vermeiden, sollten eure Seiten, einen qualitativen Content und die richtigen Keywords vorausgesetzt, aber gute Chancen haben, bei Google zu ranken. Denkt bitte daran, dass SEO nur langsam funktioniert. Es könnte also eine Weile dauern, bis ihr im Ranking bei Google aufsteigt. Letztlich werden sich eure Bemühungen für euch aber lohnen. 

















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