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E-Mail Marketing – Ein Leitfaden

E-Mail Marketing – Ein Leitfaden

Veröffentlicht am Juni 1, 2022   

E-Mail Marketing – Das Wichtigste in Kürze

  • Wenn Sie E-Mail Marketing richtig umsetzen, ist es sehr effizient.

  • Erfolgreiche Newsletter-Kampagnen setzen die Beachtung mehrerer sprachlicher und rechtlicher Aspekte voraus.

  • Es lohnt sich, ein professionelles Tool für E-Mail Marketing zu nutzen.

  • Potenzielle Hürden für kommerzielle E-Mails sind Spamfilter, Ignoranz des Empfängers oder die Postfach-Flut.

Täglich erreicht uns eine Vielzahl an E-Mails. Viele dieser Mails werden jedoch bereits automatisch als Spam aus unserem Postfach aussortiert. Darunter fallen gelegentlich auch Werbemailings von Unternehmen. Zurecht kommt daher die Frage auf: Welche Bedeutung hat E-Mail Marketing heutzutage noch? Was sollten Unternehmen beachten, damit Mailings nicht als Spam gefiltert werden? Wie können es Marketer schaffen, die Aufmerksamkeit der Empfänger zu erhalten und mit ihren Angeboten zu überzeugen? Im Folgenden erhalten Sie wertvolle Tipps, mit denen Sie E-Mail Marketing erfolgreich in Ihrem Unternehmen integrieren können.

Mit E-Mail Marketing die Unternehmensziele erreichen

Gewerbliche und kommerzielle E-Mails werden oft von Mailprovidern als Spam abgetan oder von Empfängern nicht geöffnet beziehungsweise gelöscht. Dennoch kann E-Mail Marketing – egal ob für Großunternehmen, E-Commerce oder Mittelständler – sehr effizient sein.

Potenzial 1: Umsatzsteigerung

Die E-Mail ist bis heute einer der meistgenutzten Kommunikationskanäle im Online Marketing und damit eine unverzichtbare Komponente jedes Marketing-Mix’. Bestandskunden und potenzielle Neukunden lassen sich direkt und persönlich im Rahmen einer Eins-zu-Eins-Kommunikation ansprechen, wodurch die Chance auf das Erreichen verschiedener Marketing Objectives steigt. Beispielsweise können vermehrt Conversions (also z.B. Kaufabschlüsse) generiert werden, indem Produkte oder Angebote in den Fokus gerückt werden. Dies führt zu einem zentralen und wohl entscheidenden Vorteil: Der Steigerung des Umsatzes. E-Mail Marketing ist nachweislich einer der effizientesten Kanäle im Online Marketing, um die Umsatzzahlen in die Höhe zu treiben. Eine Studie aus 2019 ergab: Jeder Euro, den sie in E-Mail Marketing Kampagnen investieren, bringt Ihnen ganze 49 Euro ein. Damit ist dieses Instrument der wahre Sieger in Bezug auf die Kennzahl des Return-On-Investments (ROI).

Potenzial 2: Kundenbindung stärken

Das besondere an E-Mail Marketing? Sie können den gesamten Kundenlebenszyklus abdecken. Von der Willkommensmail bei der Anmeldung zum Newsletter bis hin zu Geburtstagsmails und dem Reaktivieren inaktiver Kunden – durch die direkte Eins-zu-Eins Kommunikation bauen Sie langfristig eine starke Bindung zu Ihren Kunden auf, diese fühlen sich dann wertgeschätzt und wahrgenommen. Dieser Faktor wirkt sich wiederum positiv auf die anderen Potenziale des E-Mail Marketings aus.

E-Mail Marketing - Ein Leitfaden
Erfahren Sie mehr darüber, warum eine hohe Kundenzufriedenheit so wichtig ist und wie Sie diese erhöhen sowie langfristige Beziehungen erreichen können.

Potenzial 3: Steigerung der Brand Awareness

Mithilfe von kommerziellen E-Mails lässt sich Ihr Traffic gezielt steuern. Neben den naheliegenden Verlinkungen auf das eigene Angebot bzw. den Onlineshop, können auch Buttons für die eigenen Social Media Kanäle integriert werden. Auf diese Weise können Sie Ihre Brand Awareness erhöhen. Zuträglich für die Markenbekanntheit ist außerdem die regelmäßige Verwendung des Markennamens und die Sichtbarkeit Ihrer Produkte, die Sie mit dem wiederholten Erscheinen im Postfach Ihrer (potenziellen) Kunden erzielen.

E-Mail Marketing - Ein Leitfaden
Lesen Sie in unserem Blogbeitrag zu Brand Awareness in Social Media, wie sie Ihre Bekanntheit steigern und Markenbewusstsein stärken können.

Potenzial 4: Kostentransparenz, Preisvorteil & Erreichbarkeit

Die Kosten für E-Mail Marketing halten sich in Grenzen und sind vor allem eins: Transparent. Es ist lediglich ein entsprechendes Tool notwendig sowie die Erstellung der E-Mails. Das Praktische hierbei: Sie müssen nur ein einziges Mal aufgesetzt werden. Viele professionelle E-Mail Marketing Softwares bieten außerdem kostenlose Basisversionen an. So lassen sich – im Gegensatz zu anderen Marketinginstrumenten – kostengünstig und mit geringem Aufwand große Mengen an Empfängern zeitgleich ansprechen. Darunter auch diejenigen, die nicht unbedingt Digital Natives mit umfangreicher Social Media Nutzung sind. Denn abseits davon wissen die meisten Menschen heutzutage – unabhängig von der Altersgruppe – wie sie ihre E-Mails abrufen.

Potenzial 5: Unabhängigkeit von Drittanbietern

Bei der Nutzung vieler moderner Marketinginstrumente sind Sie stark von Drittanbietern wie Google, Facebook, Instagram und Co. abhängig. Nicht jedoch beim E-Mail Marketing. Sie können aus einer Vielzahl verschiedener Newsletter-Tools wählen und Ihre Kampagnen gänzlich frei gestalten. Ihre Kontaktliste gehört Ihnen – auf dieser Basis können Sie Aussendungsstrategien entwickeln, mögliche Filterungen vornehmen und damit verbundene Potenziale realisieren. E-Mail Marketing liegt in Ihrer Hand und nicht im Entscheidungsspielraum eines großen Techkonzerns wie Meta oder Google.

5 Tipps für ein erfolgreiches E-Mail Marketing

Um die oben genannten Potenziale auszunutzen, sollten Sie jedoch ein paar Dinge beachten. Wir geben Ihnen hier ein paar Tipps an die Hand:

  1. Professionelles E-Mail Marketing-Tool verwenden

    Es lohnt sich immer, ein professionelles Tool für E-Mail Marketing zur Hand zu nehmen. Dies gilt auch, wenn Sie erst mit dem E-Mail Marketing starten und die Empfängerliste Ihres Newsletters noch sehr klein ist. Denn damit können Sie unter anderem individuelle Templates erstellen und eine Vorschau Ihrer geplanten Inhalte für mehrere Bildschirmgrößen anzeigen lassen. Außerdem lassen sich Vorgänge terminieren und automatisieren sowie eine große Liste an Empfängern verwalten und filtern. Dadurch vermeiden Sie Flüchtigkeitsfehler, die beim manuellen Versenden von E-Mail Kampagnen leicht auftreten können.
    Darüber hinaus können Sie mit professionellen Tools die Gefahr reduzieren, dass Ihre Mailings von den Spamfiltern der Empfänger abgefangen werden. Grund dafür ist, dass die Server professioneller Softwares auf den wichtigen Whitelists aufgeführt sind und somit als vertrauenswürdig eingestuft werden – Ihre Eintrittskarte in das Postfach potenzieller Kunden. Nichtsdestotrotz sollten Sie im Allgemeinen vor dem Versenden Ihrer ersten Kampagnen einen Spam-Test durchführen, Ihre Mails nur von der Firmen-Domain versenden und auf eine korrekte HTML-Formatierung achten.

  2. Starke Call-to-Actions verfassen

    Erfolgreiche Newsletter haben eine Gemeinsamkeit: Animierende Call-to-Action Buttons mit einer klaren Handlungsaufforderung. Schließlich wollen Sie erreichen, dass der Empfänger Ihre Mail nicht nur überfliegt, sondern aktiv wird. Beispielsweise in Form von Bestellungen in Ihrem Onlineshop oder dem Lesen Ihres Blogbeitrags.

    Konkrete Empfehlungen für den Call-to-Action-Button lauten:

    • Er soll kurz und prägnant in aktiver Sprache formuliert sein.
    • Seine Wirkung kann durch Dringlichkeit verstärkt werden („Nur noch 1 Tag“).
    • Das Design des Buttons soll sich durch eine Kontrastfarbe von der Umgebung absetzen.
    • Sinnvoll ist eine Platzierung im oberen Bereich des Newsletter, damit er unübersehbar ist.

      LocalUp-to-Date Newsletter mit integrierten Call-to-Action Buttons

      LocalUp-to-Date Newsletter mit integrierten Call-to-Action Buttons

  3. Rechtliche Vorgaben beachten

    Der Versand von kommerziellen E-Mails ist durch zahlreiche Gesetze reguliert. Darunter das Telemediengesetz, das Bundesdatenschutzgesetz und die Datenschutz-Grundverordnung. Um Abmahnungen und rechtlichen Problemen aus dem Weg zu gehen, ist es essentiell sich an einigen Vorgaben zum E-Mail Marketing zu orientieren:

    • Double-Opt-In-Verfahren
      Die DSGVO gibt vor, dass Empfänger von Newslettern ausdrücklich zur Aufnahme in die Kontaktliste für das E-Mail Marketing eingewilligt haben müssen. Diese Anforderung müssen Sie mit einem sogenannten Double-Opt-In-Verfahren umsetzen. Dabei muss der Empfänger bei der Angabe seiner Daten per Mausklick die Erlaubnis zum Versand der E-Mails geben. Zusätzlich muss er die Eintragung in einer an ihn versendeten E-Mail per Linkklick bestätigen.
    • Datenschutzerklärung
      Auch eine Erklärung, wie Sie die Daten Ihrer Kunden und E-Mail Empfänger schützen und verarbeiten möchten, ist verpflichtend. Betonen Sie hierbei bestenfalls auch, dass Sie die gesammelten E-Mail Adressen nicht verkaufen oder anderweitig verwenden.
    • Korrektes Anmeldeformular
      Bei der Anmeldung zum Newsletter dürfen nur die nötigsten personenbezogenen Daten abgefragt werden. Darunter fallen in der Regel lediglich E-Mail Adresse und Name.
    • Abmeldelink
      Jede kommerzielle E-Mail bzw. jeder Newsletter muss einen Abmeldelink enthalten, durch den sich der Empfänger mit einem Klick aus der Kontaktliste austragen kann.
    • Impressum
      Das Telemediengesetz gibt vor, dass jede kommerzielle E-Mail bzw. jeder Newsletter ein Impressum enthalten muss.

      Footer des LocalUp-to-Date Newsletter mit Impressum und Abmeldelink

      Footer des LocalUp-to-Date Newsletter mit Impressum und Abmeldelink

  4. Kundenbrille aufsetzen

    Versetzen Sie sich in die Lage Ihrer Kunden, deren Bedürfnisse und Probleme, um erfolgreiches E-Mail Marketing zu betreiben. Bezüglich optischer Aufmachung und Inhalt lohnt es sich zu hinterfragen, warum sich diese für den Newsletter angemeldet haben könnten und welchen Mehrwert die Kunden erwarten. Auf diese Weise lassen sich Mailings kreieren, mit denen Sie Ihre Unternehmensziele erreichen. Konkrete Kundenanforderungen können sein: Informative Links, Blogartikel, Ratgeber, Tutorials oder Rabattcodes.

  5. Content is King: Unwiderstehliche Betreffzeile und spannenden Inhalt formulieren

    Auch beim E-Mail Marketing gilt: Der erste Eindruck zählt. Die Betreffzeile ist das Erste, was Ihre Empfänger von Ihrer Mail sehen. Innerhalb von Millisekunden entscheidet sich, ob die Mail gelöscht, ignoriert oder geöffnet wird. Daher ist es essentiell, eine Betreffzeile zu formulieren, die einen hohen Klickanreiz schafft und der Ihre Empfänger schwer widerstehen können. Dies gelingt über das Wecken von Neugierde, das Aufzählen von Vorteilen und eine personalisierte Ansprache. Sie sollten sich dennoch kurz fassen, denn die Betreffzeile kann in der mobilen Ansicht je nach Endgerät gekürzt werden. Schaffen Sie es, dass ein Empfänger Ihren Newsletter öffnet, gilt für dessen Inhalt natürlich genau das Gleiche: Sie müssen durch eine spannende Aufbereitung einen Mehrwert bieten. Bei der Umsetzung dieser Aufgabe hilft die Frage: Würde ich diese E-Mail selbst lesen wollen? Auch beim E-Mail Marketing gilt also die Devise “Content is King”.

Ansprechende Betreffzeile des LocalUp-to-Date Newsletter

Ansprechende Betreffzeile des LocalUp-to-Date Newsletter

E-Mail Marketing ist alles andere als veraltet

Sie werden bei der Lektüre dieses Blogbeitrags gemerkt haben: E-Mail Marketing bietet zahlreiche Vorteile für Ihr Unternehmen, die Sie auf jeden Fall nutzen sollten. Darunter allen voran die Erhöhung des Umsatzes, aber auch die Steigerung von Kundenbindung und Brand Awareness. Zusätzlich sind positive Aspekte wie Kostentransparenz, günstige Preise und hohe Erreichbarkeit potenzieller Kunden nicht zu vernachlässigen. Erwähnenswert ist auch die Unabhängigkeit von Drittanbietern. Um sich diese Chancen zu Nutze zu machen, sollten Marketer jedoch einige Tipps für erfolgreiches E-Mail Marketing beachten. Dazu zählen die Verwendung professioneller Newsletter-Tools, die Formulierung ansprechender Call-to-Actions, die Einhaltung rechtlicher Vorgaben, das Hineinversetzen in den Kunden und das Verfassen unwiderstehlicher Betreffzeilen und spannender Inhalte. Mit diesen Tipps werden Ihre E-Mail Marketing Kampagnen garantiert zum Erfolg.

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